Der fünfmalige Weltmeister Raymond van Barneveld hat vor dem Start des German Darts Masters in Köln am Freitag (20 Uhr) großen Respekt vor seinem Auftaktgegner Gabriel Clemens geäußert. "Er ist ein sehr guter Spieler. Er war bereits in einem oder zwei Players-Championship-Finals, es wird nicht lange dauern, bis er auch eines gewinnt. Er wird vielleicht eine große Zukunft haben", sagte der Niederländer van Barneveld.DAZN gratis testen und die größten Darts-Turniere live & auf Abruf erleben | ANZEIGEClemens ist erst seit der Saison 2018 auf der Tour des Profiverbandes PDC unterwegs und hat sich inzwischen bis auf den 56. Platz der Weltrangliste geschoben.Die größte deutsche Hoffnung ist aber auch für van Barneveld der Idsteiner Max Hopp. "Max Hopp ist immer noch derjenige, der in Deutschland die meiste Aufmerksamkeit bekommt, für mich ist er der beste Spieler", sagte der 52-Jährige.Jetzt das Starterset sichern – hier geht’s zum SPORT1-Darts-Shop | ANZEIGEBeim German Darts Masters treffen acht internationale Topstars auf die besten acht deutschen Spieler. Hopp spielt zum Auftakt gegen den früheren Weltmeister Rob Cross aus England. Martin Schindler (Strausberg), die deutsche Nummer zwei, bekommt es mit Dominator Michael van Gerwen (Niederlande) zu tun. 

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Das Lächeln hatte Gabriel Clemens schnell wiedergefunden. Spätestens als die mehr als 10.000 Zuschauer mit Ovationen seiner Leistung huldigten, konnte der Dartsprofi aus dem Saarland auch mit dem kleineren Pokal im Arm leben.Nach einem ebenso überragenden wie überraschenden Auftritt beim German Darts Masters in Köln verpasste Clemens durch eine 6:8-Finalniederlage gegen Peter Wright nur knapp seinen ersten Titel beim Profiverband PDC.Auch "Snakebite" hatte nach der Partie nur Lob für seinen deutschen Konkurrenten parat. "Es war sehr schwierig. Gabriel ist ein fantastischer Spieler und hat heute der Welt gezeigt, dass er etwas draufhat. Und er kann noch viel mehr", sagte der 49-Jährige. Doch nicht nur Clemens bewies: Das deutsche Darts lebt!Clemens mit drittem Finaleinzug 2019Zum dritten Mal wurde das deutsche Turnier der World Series ausgetragen, erstmals reisten die heimischen Spieler nicht mit einer kompletten Pleite wieder nach Hause. Im Gegenteil: Im Duell mit den Weltstars bewiesen Clemens & Co., dass der Abstand immer kleiner wird. "Ich denke, man hat gesehen, dass wir mit den Jungs mithalten können. Und wir werden versuchen, noch weiter nach vorne zu kommen", sagte Clemens.Für Clemens war es nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass er nur hauchdünn am ersten PDC-Titel vorbeischrammte. Erst im April hatte es der "German Giant" beim Players Championship 10 in Barnsley bis ins Finale geschafft. Dort unterlag er Jonny Clayton mit 4:8. Zwei Monate zuvor war ihm beim Darts Players Championship 5 ebenfalls der Einzug ins Endspiel gelungen, in welchem er sich Gerwyn Price geschlagen geben musste.Jetzt das Starterset sichern – hier geht’s zum SPORT1-Darts-Shop | ANZEIGEWährend der 35-Jährige einem persönlich ohnehin schon starken Jahr beinahe die Krone aufgesetzt hätte, kamen zwei andere deutsche Siege fast wie aus dem Nichts. Martin Schindler etwa gelang durch einen Sieg trotz 1:5-Rückstands gegen den niederländischen Weltmeister und Dominator Michael van Gerwen ein echter Coup. Nach dem Matchdart sprang der 22-Jährige begeistert auf der Bühne herum. "Ich stand auf der Bühne, meine Hand hat gezittert, meine Knie haben gezittert", berichtete Schindler. Generell lief es für den Strausberger 2019 allerdings noch nicht optimal - umso wichtiger, dass Schindler in Köln mit seinem Sensationssieg gegen "MvG" wieder Selbstvertrauen tanken konnte.Kurz überrascht gegen AndersonEbenso überraschend war der Sieg von Nico Kurz gegen den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson aus Schottland. In der Weltrangliste wird Kurz nur auf dem 181. Platz geführt, der 22-Jährige besitzt bei der PDC nicht einmal eine Tour Card. Beinahe hätte er im Viertelfinale gegen den späteren Turniersieger Wright die nächste Überraschung landen können.Im Gegensatz zu Clemens, Schindler und Deutschlands Nummer eins Max Hopp fehlt dem Nidderauer noch Erfahrung auf internationaler Bühne. Auf eine Teilnahme an der PDC-Weltmeisterschaft (im Dezember LIVE im TV auf SPORT1) muss Kurz noch warten. Über die Bild Super League hatte er im vergangenen Jahr die Qualifikation angestrebt, war aber gescheitert.DAZN gratis testen und die größten Darts-Turniere live & auf Abruf erleben | ANZEIGEHopp scheitert an Ex-Weltmeister CrossHopp wies seine Klasse beim German Darts Masters ebenfalls nach, auch wenn er sein Erstrundenspiel gegen den ehemaligen Weltmeister Rob Cross, der sich hinterher über die deutschen Fans beschwerte, knapp verlor.Hopps Punkteschnitt von 106,62 Zählern pro Aufnahme war der höchste im gesamten Turnierverlauf. Nur wenige Tage vor seinem Start in Köln schickte er eine Ansage an die Konkurrenz: "Ich werde Weltmeister", verkündete Hopp in der Bild selbstbewusst. Bis wann er den Titel gewonnen haben will, ließ er allerdings offen. Bei der letzten WM schaffte es Hopp als erster deutscher Spieler in die dritte Runde. Um sein Ziel zu erreichen, braucht es sicherlich noch eine deutliche Leistungssteigerung, um auch gegen die Topstars der Darts-Szene mithalten zu können. Sein starker Auftritt in der Lanxess Arena könnte aber der nächste Schritt in die richtige Richtung gewesen sein.Clemens wirft Topstars rausFür den 25. der Weltrangliste geht es ab dem kommenden Wochenende in Blackpool weiter, dann steht mit dem World Matchplay (ab Samstag LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) das zweitwichtigste Turnier des Jahres nach der WM an. Clemens konnte sich dafür nicht qualifizieren, sein Aufstieg scheint nach dem ersten Finale bei einem TV-Turnier aber nicht mehr aufzuhalten. Nacheinander warf er den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld (Niederlande), Cross und Titelverteidiger Mensur Suljovic aus Österreich aus dem Turnier. Das Kölner Publikum feierte ihn mit "Clemens, du Maschine"-Gesängen, sein Walk-On zum Welthit "Wonderwall" von Oasis ließ die Halle beben.Die deutschen Darts-Profis präsentierten sich beim Heimspiel in Köln in einer starken Verfassung. Um langfristig in die Darts-Elite eintreten zu können, fehlt allerdings die Konstanz. Man darf gespannt sein, ob Clemens und Co. das Jahr 2019 so erfolgreich weiterführen können - besonders wenn es wirklich darauf ankommt.

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