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22.02.2020 - 21:26 Uhr
sport1.de

Der US-Turnverband hat für die von seinem ehemaligen Chefarzt Larry Nassar über Jahrzehnte hinweg sexuell missbrauchten Athletinnen Schadensersatzsummen von bis zu 1,25 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro) vorgeschlagen.Dies geht aus einem Entwurf hervor, den USA Gymnastics vor einem Insolvenzgericht in Indiana eingereicht hat und aus dem ESPN zitiert. Der Verband befindet sich seit Ende 2018 in einem Insolvenzverfahren.Insgesamt sollen 215 Millionen Dollar (199 Millionen Euro) an die Opfer Nassars ausgeschüttet werden, der im Januar 2018 zu 40 bis 175 Jahren Gefängnis verurteilt worden war.Damit sollen lange juristische Auseinandersetzungen vermieden werden. Sollte der Vorschlag angenommen werden, würden andere Institutionen wie das Olympische Komitee der USA und Personen von Schadensersatzzahlungen befreit werden.Auch Simone Biles betroffenIn einem abgestuften System sollen Frauen und Mädchen, die von Nassar bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Trainingslagern für Nationalmannschaften oder anderen Nationalmannschafts-Veranstaltungen sexuell missbraucht wurden, die Höchstsumme erhalten.Zu den 66 Sportlerinnen dieser Kategorie soll unter anderem die vierfache Rio-Olympiasiegerin Simone Biles gehören."Nicht-Elite-Turnerinnen", die bei von USA Gymnastics sanktionierten Veranstaltungen sexuell missbraucht wurden, würden rund 500.000 Dollar, an Orten außerhalb der USA missbrauchte Turnerinnen 175.000 Dollar erhalten. Geringer betroffenen Sportlerinnen mit sogenannten "derivaten Ansprüchen" steht die Mindestsumme von 82.550 Dollar zu.Nassar hatte sich vor zwei Jahren schuldig bekannt zahlreiche Turnerinnen, darunter auch die Olympiasiegerinnen Simone Biles, Alexandra Raisman und McKayla Maroney, fortgesetzt missbraucht zu haben.

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