​Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn hat sich über die grandiosen Duelle im Mittelfeld gefreut. Und er ist davon überzeugt, dass der F1-arbeitslose Nico Hülkenberg ein Comeback in der Königsklasse anstrebt.

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Er habe "bald interessante News" zu verkünden, twitterte Robert Kubica am Mittwochabend, ohne konkrete Details zu nennen, was er vorhat. Nun ist die Katze aber aus dem Sack: Es geht nicht um die Rolle als dritter Fahrer des Haas-Teams in der Formel 1, die ihm Günther Steiner angeboten hat, sondern um die DTM!Bei einem Medientermin in der BMW-Welt in München hat BMW-Sportchef Jens Marquardt am Donnerstagabend verraten, dass Kubica nächste Woche beim Young-Driver-Test in Jerez de la Frontera (Spanien) zum Einsatz kommen wird. Neben Kubica hat Marquardt auch Nick Yelloly für den Jerez-Test bestätigt.Daraus zu schließen, dass Kubica 2020 zwangsläufig für BMW DTM fahren darf, wäre verfrüht. Der 35-jährige Pole steht aber auf der Liste der Kandidaten, die für ein Renncockpit in Frage kommen. Ob er vielleicht sogar schon einen Vertrag unterschrieben hat, darüber kann zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden.Marquardt umschifft das Thema, wenn er sagt: "Für mich ist viel wichtiger, dass wir unser Set-up für nächstes Jahr zusammenbekommen. Wir lassen uns damit noch ein bisschen Zeit und treffen diese Entscheidung ganz zum Schluss. Ich bin aber guter Dinge, dass wir eine konkurrenzfähige Fahreraufstellung haben werden."Kubica & BMW: Eine Erfolgsgeschichte"Wir alle wissen, dass Robert mit BMW eine gemeinsame Vergangenheit hat. Ich kenne ihn selbst auch ganz gut. Es ist toll, dass wir ihm die Möglichkeit geben können, das BMW-DTM-Auto in Jerez zu testen", sagt Marquardt.Kubica kam 2006 zu Sauber-BMW in die Formel 1, zunächst als Testfahrer. Bei seinem ersten Freitagseinsatz in Bahrain fuhr er auf Anhieb Bestzeit. Im Laufe der Saison ersetzte er Jacques Villeneuve im Renncockpit - und schon bei seinem dritten Einsatz, dem Grand Prix von Italien in Monza, belegte Kubica den dritten Platz.Der Schicksalsort von Kubicas BMW-Story ist aber Montreal: Beim Grand Prix von Kanada überlebte er 2007 einen der spektakulärsten Unfälle der moderneren Formel-1-Geschichte - nur um ein Jahr später an gleicher Stelle für BMWs einzigen Grand-Prix-Sieg der vierjährigen Partnerschaft mit dem Schweizer Sauber-Team."Ich kann mir eine Zukunft in der DTM sehr gut vorstellen", sagt Kubica. "Ich suche nach einer neuen Herausforderung, und das ist die DTM ganz sicher. Die Serie ist hochkarätig besetzt, und das fahrerische Niveau enorm hoch. Doch nun warten wir erst einmal den Test ab und sehen, wie gut ich dort zurechtkomme."Marquardt: Fahrerentscheidung noch nicht gefallenMarquardt sagt über BMWs DTM-Fahrerkader 2020: "Aus unserer Sicht ist das ein Thema, das wir uns sehr genau überlegen müssen. Fahrer mit DTM-Erfahrung kommen für den Young-Driver-Test nicht in Frage. Darum haben wir uns für die beiden entschieden."Unklar ist, ob Kubicas Kontakte zu Audi damit ad acta gelegt sind. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat es zwischen dem Management des Formel-1-Piloten und dem WRT-Team bereits erste Gespräche gegeben.Zuletzt wurde auch Nico Hülkenberg als Anwärter auf ein BMW-Cockpit in der DTM gehandelt. Angeblich wäre BMW interessiert daran, den 32-jährigen Deutschen zu engagieren.Hülkenbergs Interesse soll aber überschaubar sein. Er hat erst beim Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi unterstrichen, dass er jetzt erst einmal vorhat, gar nichts zu tun.© Motorsport-Total.com

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