A damp surface sends both Dan Evans and Stan Wawrinka tumbling to the floor during their match at Queen's.

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Auf dem Tennisplatz gerät Novak Djokovic derzeit nur ganz selten wirklich unter Druck, doch auf der bemerkenswerten Pressekonferenz nach seinem Zweitrundenerfolg in Wimbledon (Wimbledon: Alle Spiele täglich im LIVETICKER) sah er sich plötzlich in die Ecke gedrängt."Es gibt keinen Grund, mich so zu attackieren", klagte er irgendwann, nachdem ihn ein Journalist ins Kreuzverhör genommen hatte. Djokovic steht als Präsident des Spielerrats im Auge eines sportpolitischen Sturms.Auslöser für die Kontroverse ist der "Fall Justin Gimelstob". Der Ex-Profi war über zehn Jahre einer von drei Spielervertretern im Aufsichtsrat der Profivereinigung ATP, galt als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge des Ende 2019 scheidenden Präsidenten Chris Kermode. Doch Ende April wurde der US-Amerikaner von einem Gericht in Los Angeles wegen schwerer Körperverletzung gegen einen Nachbarn unter anderem zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.Djokovic hält zu umstrittenem GimelstobGimelstob soll einen Freund seiner Ex-Frau vor den Augen von dessen schwangerer Ehefrau und zweijähriger Tochter auf offener Straße attackiert und 50 Mal auf dessen Kopf eingeschlagen haben. Der 42-Jährige hat die ungeheuerlichen Vorwürfe vor Gericht nicht angefochten, im kalifornischen Recht gilt er damit als schuldig. Sein Amt bei der ATP legte er daraufhin nieder, die Tennis-Welt rückte weitgehend von ihm ab - mit Ausnahme unter anderem von Djokovic.Dieser gab nun nämlich zu Protokoll, weiter im Austausch mit Gimelstob zu stehen. "Wir haben eine freundschaftliche Beziehung. Wir haben uns kurz getroffen und bleiben telefonisch in Kontakt", sagte der Serbe.Bedrängt durch die bohrenden Fragen am Mittwoch versprach er nun immerhin, sich die Aussage-Protokolle der Geschädigten durchzulesen. Darin steht unter anderem, dass die traumatisierte Ehefrau in Folge des Vorfalls eine Fehlgeburt erlitten hat.Harsche Kritik von WawrinkaDjokovic steht seit 2016 dem Spielerrat der ATP vor, seine Loyalität zu dem umstrittenen Gimelstob sorgte dort zuletzt für heftige Verwerfungen.Sieben Stunden lang, bis weit nach Mitternacht, tagte das Gremium unmittelbar vor Turnierstart am Freitag. Am Tag danach kam es zum großen Knall, als mit Jamie Murray, Robin Haase, Sergej Stachowski und Trainer-Vertreter Dani Vallverdu gleich vier von zwölf Mitgliedern frustriert zurücktraten.Die Causa Gimelstob spaltet die Tennis-Welt. Der Schweizer Stan Wawrinka kritisierte Anfang Mai in einem öffentlichen Brief in der britischen Times einen "besorgniserregenden Zerfall der moralischen Werte", Roger Federer und Rafael Nadal sprachen sich auch deshalb zuletzt für eine Verlängerung der Amtszeit von Kermode aus. Djokovic steht mit einigen Verbündeten auf der Gegenseite. Die Fronten sind verhärtet.Djokovic in Wimbledon jetzt gegen HurkaczIn seiner Rolle als Spielerrats-Präsident sieht sich der 32-Jährige trotz des tobenden Streits in der Pflicht. "Mein Team will, dass ich zurücktrete", sagte er zuletzt: "Aber etwas in mir sagt mir, dass ich bleiben soll."Am Freitag steht in Wimbledon seine Drittrundenbegegnung gegen den Polen Hubert Hurkacz an (Wimbledon: Novak Djokovic - Hubert Hurkacz im LIVETICKER). Auf dem Platz agiert er derzeit souveräner als daneben.

Er ist vielleicht der einzige Gegner, der dem sonst so beherrschten Rafael Nadal unter die Haut geht. (Wimbledon täglich im LIVETICKER)Bad Boy, Enfant terrible oder schlicht Wahnsinniger: Nick Kyrgios hat inzwischen viele Attribute gesammelt, relativ wenige haben mit seinen Leistungen auf dem Court zu tun, obwohl sein unglaubliches Talent nach wie vor sprachlos macht.Oftmals werden seine genialen Schläge eben von seinen provokativen Eskapaden überdeckt, die nicht jedem Kontrahenten gefallen - womit wir wieder bei Nadal wären.Bei Kyrgios platzt selbst dem Spanier, der sich eigentlich immer äußerst positiv über Gegner äußert, der Kragen. Nun kommt es in der 2. Runde von Wimbledon zum nächsten Kapitel einer Fehde, die an gleicher Stelle im Jahr 2014 begann. (Wimbledon: Nadal vs. Kyrgios frühestens ab 18 Uhr im LIVETICKER)Wimbledon 2014 war Kyrgios' DurchbruchDamals bezwang dieser völlig unbekannte 19-jährige Australier die damalige Nummer eins der Welt auf dem heiligen Rasen. Für Nadal war es neben jener gegen Robin Söderling in Paris eine seiner bittersten Niederlagen - gegen den 144. der Weltrangliste.Kyrgios zog damals bis ins Viertelfinale ein, in Australien feierten sie ihn bereits als neuen Superstar auf den Spuren von Lleyton Hewitt oder sogar Rod Laver.Und warum nicht? Schließlich hatte der braungebrannte Teenie-Schwarm neben seinem Talent auch ein einnehmendes Charisma - auf und neben dem Court.Kyrgios zwischen Genie und Wahnsinn gefangenFünf Jahre später ist jenes Viertelfinale allerdings immer noch sein bestes Grand-Slam-Ergebnis (neben den Australian Open 2015), höher als auf Rang 13 der Weltrangliste hat er es bisher nicht geschafft.Denn Kyrgios pendelt ständig zwischen den Extremen: Genie und Wahnsinn liegen bei kaum einem Sportler näher beisammen. Er wirft neben Schlägern auch mal Stühle auf den Platz, streitet sich mit Schiedsrichtern und Fans oder vergisst auch schonmal seine Schuhe."Er hat mehr Talent in seinen Fingerspitzen als jeder andere. Aber er wird von Dämonen beherrscht, er braucht eine Therapie. Das ist Selbstsabotage", sagte Legende Billie Jean King in London.Eskalation in Acapulco - Nadal sauerIn der ersten Runde musste er gegen einen unbekannten Landsmann über fünf Sätze, verlor dabei den vierten Durchgang in nur 18 Minuten mit 0:6 und nannte es später "Taktik".In gewisser Weise ist er der krasse Gegenpol zu Nadal. Man könnte kaum unterschiedliche Charaktere finden, der Spanier war nie ein Fan des Showman, aber zur Eskalation kam es im Februar in Acapulco.In einem dreistündigen Showdown gelang Kyrgios der Sieg, obwohl Nadal bereits drei Matchbälle hatte. Neben üblichen Diskussionen mit dem Schiedsrichter brachte Nadal eine Sache auf die Palme: ein Aufschlag von unten."Von zehn solchen Spielen gewinne ich acht. Er ist ein Spieler, der Grand Slams gewinnen könnte, aber ihm fehlt ein wenig der Respekt vor der Öffentlichkeit, seinen Gegnern und sich selbst", wetterte Nadal im Anschluss.Auf Instagram konterte Kyrgios mit den Worten: "Ich kann das Blut schmecken, wenn ich gegen diesen Typen spiele." In einem Podcast legte er später nach: "Er ist mein komplettes Gegenteil und ein schlechter Verlierer. Wenn er gewinnt, ist alles gut, aber wenn ich ihn schlage, habe ich keinen Respekt."Nadals Onkel und früherer Trainer unterstellte Kyrgios daraufhin "fehlende Bildung und Erziehung", für Kyrgios ist Toni Nadal schlicht "ein Idiot".Kommt der Aufschlag von unten?Dabei könnte man durchaus für den Aufschlag von unten als legitimer Taktik gegen Nadal argumentieren, denn der Mallorquiner steht in der Regel sehr weit hinter der Grundlinie. Traut es sich Kyrgios in Wimbledon auf dem Centre Court?Dennoch ist bei Kyrgios die Gefahr höher, dass ihm solche Aktionen als Arroganz ausgelegt werden. Das sagt auch einer seiner prominenten Fürsprecher."Er bewegt sich auf einem schmalen Grad und muss aufpassen. So lange er versucht, zu gewinnen, ist alles okay, aber wenn er nicht alles gibt, kann ihn niemand mehr in Schutz nehmen. Und wenn er mit Gegnern, Fans und Turnier-Verantwortlichen in den Clinch gerät, ist das auch nicht so cool", sagt Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer.Keine positive Bilanz gegen KyrgiosZumindest bei Nadal scheinen Kyrgios' Provokationen - einst sagte er zu Stan Wawrinka auf dem Court, sein Buddy Thanasi Kokkinakis hätte Sex mit Wawrinkas damaliger Freundin Donna Vekic gehabt – Wirkung zu zeigen.Kyrgios ist einer der wenigen Profis, gegen die Nadal keine positive Bilanz hat. Beide Spieler gewannen je drei der sechs Duelle. Nun also wieder in Wimbledon."Ich freue mich schon seit der Auslosung darauf. Ich kann es kaum erwarten, aber ich gehe als absoluter Außenseiter in die Partie", sagte der inzwischen nur noch auf Rang 43 geführte Australier mit griechisch-malaysischen Wurzeln.Spitze von NadalAuf jener Pressekonferenz wurde er auch nach seinem Verhältnis zu Nadal gefragt und reagierte in seiner typischen Art: "Ich glaube nicht, dass wir auf ein Bier gehen würden. Ich komme mit Leuten aus und mit manchen nicht."Nadal wollte diesmal kein zusätzliches Öl ins Feuer gießen, aber eine kleine Spitze war dann doch drin. "Ich spiele gegen einen gefährlichen Gegner, wenn er Lust auf Tennis hat. Gegen die besten Spieler hat er normalerweise Lust", sagte der 18-malige Grand-Slam-Gewinner.Auf seinem linken Unterarm trägt Kyrgios ein Tattoo mit dem Spruch "Time is Running Out", für einen der beiden Rivalen wird dies in Wimbledon heute zutreffen.

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Aschaffenburg, 21.07.2019. Die kurze Regenpause nach dem verlorenen ersten Satz war wohl die Initialzündung für Despina Papamichail, danach war sie nicht mehr aufzuhalten: mit 2:6, 6:4 und 6:2 besiegte sie die deutsch Katharina Hobgarski und verhinderte somit den dritten Finaleinzug hintereinander der 22 jährigen Neunkirchnerin. Vor allem in Satz drei war wohl die Luft raus bei Hobgarski, trotz vieler Möglichkeiten ließ sie ihre Möglichkeiten liegen. Im entscheiden Spiel im Match lag sie bei eigenen Aufschlag schnell mit 0:40 hinten, konnte den ersten Matchball noch abwehren aber verschlug in der Folge eine Rückhand die Linie entlang und ermöglichte so der Griechin den Griff nach der Krone bei den „12. Schönbusch Open Internationale bayerische Meisterschaften der Damen  – flowered by 1000gutegruende.de“.

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