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Mitteldeutscher BC

20.05.2020 - 11:57 Uhr
sport1.de

Basketball-Bundesligist Mitteldeutscher BC hat den Vertrag mit Cheftrainer Silvano Poropat verlängert.Dies teilte der Klub am Mittwoch mit. Der 49-Jährige geht somit in seine siebte Saison beim MBC.Im vergangenen Februar war der Kroate zum Verein zurückgekehrt, den er nun schon zum dritten Mal betreut. Die laufende Saison ist für die Mitteldeutschen bereits beendet, sie nehmen nicht am Finalturnier der BBL teil.

27.03.2020 - 10:40 Uhr
sport1.de

Die Coronakrise trifft den deutschen Sport bis ins Mark. Nicht nur Amateurklubs bangen um ihre Existenz, auch zahlreichen Profivereinen fehlt viel Geld durch ausbleibende TV- und Zuschauer-Einnahmen.Um die fehlenden Einkünfte dennoch zumindest teilweise zu generieren, beweisen einige Klubs viel Fantasie.So hat der Basketball-Bundesligist Mitteldeutscher BC eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um die durch Spielabsagen und Geisterspiele fehlenden 85.000 Euro im Budget zu sammeln.Dafür bietet der MBC zahlreiche attraktive Pakete an: Diese reichen von einem Abendessen mit Trainer Silvano Poropat (500 Euro) über die Teilnahme am Team-Barbecue (500 Euro, bereits ausverkauft) bis zu persönlichen Grüßen der Spieler über Twitter und Instagram (15 bzw. 20 Euro).100 Euro für Eisessen mit CheerleadernEin ganz besonderes Paket bildet das Eisessen mit den Cheerleadern des Klubs. Für 100 Euro kann man mit dem Danceteam des Klubs aus Sachsen-Anhalt Eisessen gehen, am Freitagvormittag waren dafür bislang drei von zehn möglichen Paketen verkauft.Alle aktuellen Meldungen, Entwicklungen und Auswirkungen auf den Sport durch die Covid-19-Krise im Corona-Ticker!Insgesamt haben sich innerhalb der ersten vier Tage 150 Unterstützer beteiligt und knapp 20.000 Euro gesammelt. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis 20. April - werden bis dahin keine 85.000 Euro gesammelt, bekommen alle Teilnehmer ihr Geld zurück.Ein Angebot ganz anderer Art hat Ligakonkurrent ALBA Berlin gestartet. Der Ex-Meister bietet täglich eine digitale Sportstunde für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter an. Innerhalb von einer Woche sammelten die 20- bis 30-minütigen Clips auf dem Youtube-Kanal der Berliner mehr als fünf Millionen Klicks. ALBA macht sich damit die Tatsache zu Nutze, dass sich viele Kinder aufgrund von Kita- und Schulschließungen zu Hause langweilen und bewegen wollen.BBL-Saison bis 30. April unterbrochen"Bei uns arbeiten 120 Trainer, und die freuen sich darauf, ihre Inhalte zu vermitteln und Schritt für Schritt zu vertiefen. Es ist ein Dialog unter Sportlern. So wie man es sonst in der Sporthalle oder auf dem Freiplatz macht, jetzt sozusagen von Wohnzimmer zu Wohnzimmer", erklärt Vizepräsident Henning Harnisch der Welt."Und schauen Sie sich mal die Kommentare bei YouTube an. Normalerweise sind die ja oft unfreundlich, einfach nur doof oder populistisch. Das hier aber ist eine Ode an uns, eine Prosa-Lyrik an Liebesbeweisen."In den kommenden Wochen haben ALBA und der MBC genug Zeit, am Ausbau ihrer Angebote zu arbeiten und noch mehr Menschen zu erreichen. Die BBL-Saison ist vorerst bis zum 30. April unterbrochen. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar.

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Die Playoff-Chancen der Washington Wizards sind nach den beiden Niederlagen beim Restart der NBA im Disney World in Orlando nur noch gering - für den deutschen Nationalspieler Isaac Bonga steht dennoch viel auf dem Spiel.Der 20 Jahre alte Forward muss seine guten Leistungen aus den Testspielen in den verbliebenen Spielen der Regular Season bestätigen, um die Wizards von sich zu überzeugen - das Fehlen der Superstars John Wall und Bradley Beal bietet dafür die ideale Gelegenheit.Im Interview mit SPORT1 verrät Bonga, wie er sich auf den Restart vorbereitet hat und welche Ziele er sich gesteckt hat. Außerdem spricht er über die Favoriten auf den Titel.SPORT1: Herr Bonga, wie haben Sie die Coronakrise persönlich erlebt - erst einmal die Zeit, bevor Sie in der Bubble waren?Isaac Bonga: Es war sehr schwer für mich, etwas zu finden, das nichts mit Basketball zu tun hat. Sonst habe ich immer einen Rhythmus, gehe ins Training. Wenn man da rausgeworfen wird, ist es komisch, etwas anderes zu finden. Ich habe in der Corona-Pause natürlich viel mit meiner Familie gesprochen, habe angefangen, Piano zu spielen, zu kochen - also viele neue Sachen ausprobiert, um mich einfach zu beschäftigen. Ich habe aber auch versucht, fit zu bleiben und habe zu Hause trainiert.SPORT1: Und wie ist es in der Bubble? Fühlen Sie sich dort sicher?Bonga: Ja, auf jeden Fall. Wir werden auch jeden Tag getestet. Innerhalb der Bubble müssen wir eine Maske tragen. Man hat schon das Gefühl, dass man hier drin ziemlich sicher ist.30 Livespiele sowie die kompletten NBA Finals LIVE im TV auf SPORT1+Bonga: NBA-Bubble "ziemlich sicher"SPORT1: Wie sieht denn dort Ihr üblicher Tagesablauf aus?Bonga: Normalerweise messen wir nach dem Aufstehen erst einmal unsere Temperatur. Außerdem haben wir ein Armband, welches unsere ganzen Daten speichert. Das ist das erste, was wir morgens machen und das ist Pflicht. Ansonsten darf man sein Zimmer nicht verlassen. Danach haben wir eigentlich immer Training, gehen dann Essen. Und jetzt sind wir in der Phase, in der wir uns schon morgens aufs Spiel vorbereiten.SPORT1: Was machen Sie abseits des Trainings und der Spiele, um sich dort zu beschäftigen?Bonga: Wir haben eine Players Lounge, in der wir Billard spielen können, sehr viele Kartenspiele, mehrere Fernseher zum Playstation spielen. Wir haben auch die Möglichkeit, Golf zu spielen und mittlerweile auch zu den anderen Hotels zu fahren und mit anderen Spielern zu reden. Es gibt also viele Möglichkeiten, außerhalb des Zimmers etwas zu unternehmen. Das ist ziemlich cool.Bonga über eigene Chancen: "Bin vorbereitet"SPORT1: Man trifft also auch mal auf Spieler der anderen Teams?Bonga: Ja. Vor ein paar Tagen habe ich Alex Caruso, einen alten Teamkollegen bei den Lakers, besucht. Man hat also nicht das Gefühl, dass man irgendwie in seinem Zimmer gefangen ist.SPORT1: Sie haben bei den Testspielen gute Leistungen gezeigt und Ihr Coach Scott Brooks sagte sogar: 'Ich liebe diesen Jungen'. Wie liefen die Tests aus Ihrer Sicht und was sagen Sie zum Lob ihres Trainers?Bonga: Wenn ich in diese Testspiele reingehe, dann will ich gewinnen und mich bestmöglich auf das erste reguläre Spiel vorbereiten. Natürlich höre ich solche Aussagen, dass ich mich selbst verbessert habe. Aber mein Fokus liegt darauf, gut vorbereitet zu sein, in den Spielen gute Leistungen zu bringen und dann auch zu gewinnen.SPORT1: Und wie gehen Sie jetzt in den Restart, erst einmal aus persönlicher Sicht? Mit John Wall und Bradley Beal fehlen verletzungsbedingt die beiden großen Stars auf den Guard-Positionen. Die ideale Chance für Sie?Bonga: Ich bin auf jeden Fall vorbereitet, um auch mehr Spielzeit - wenn ich sie denn bekomme  zu nutzen und meine beste Leistung zu zeigen. Darauf habe ich auch schon während der Quarantäne hingearbeitet.DAZN gratis testen und die NBA live & auf Abruf erleben | ANZEIGE SPORT1: Sie spielen ja auch für Ihre Zukunft, da Ihr Vertrag für die kommende Saison nicht garantiert ist. Werden das jetzt also die wichtigsten Spiele in Ihrer Basketball-Karriere - trotz der ungewöhnlichen Umstände?Bonga: Natürlich weiß ich, dass das gerade eine sehr gute Chance auch für meine Zukunft ist. Aber momentan zählt für mich nicht nur Basketball, sondern auch die vielen anderen Geschichten, die in der Welt passieren mit Social Justice und Black Lives Matter. Daher ist das eine Sache, über die ich dann eher später nachdenke.NBA-Stars mit Botschaften auf RückenSPORT1: Anstelle des Namens dürfen Spieler nun auf dem Rücken eine Botschaft tragen - haben Sie sich auch für eine entschieden?Bonga: Ich habe "Freedom" genommen, weil wir beispielsweise auch am 19. Juni bei einer Demo mitgemacht haben. Wir sind zum Martin Luther King Memorial gegangen. Das war der Tag, an dem die Sklaven befreit wurden. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, "Freedom" auf meinem Rücken zu tragen. Das war wirklich besonders für mich.SPORT1: Ist es ein Vor- oder Nachteil, dass ohne Zuschauer gespielt wird?Bonga: Ich glaube nicht wirklich, dass es Vor- oder Nachteile hat, da wir alle im gleichen Boot sitzen. Wir alle hatten diese schwierige Zeit, die jetzt hoffentlich vorbei ist. Basketball ist wieder da und wir haben die Möglichkeit, Großes zu erreichen.Bonga über Favoriten auf NBA-TitelSPORT1: Wer sind für Sie die Titelfavoriten?Bonga: Das ist immer schwer zu sagen. Wir wurden alle aus der Saison und aus dem Rhythmus gerissen. Teams wie L.A. oder Milwaukee waren weit oben. Aber jetzt denke ich, ist es ziemlich offen. Wir haben vier Monate kein Basketball gespielt. Jetzt wieder reinzukommen, wird schwer, deshalb wird das Rennen sehr offen.SPORT1: Wie schätzen Sie die Chancen der anderen Deutschen ein?Bonga: Auch ziemlich gut. Wir werden gegen Boston und OKC spielen, also gegen Daniel (Theis, Anm. d. Red.) und Dennis (Schröder, Anm. d. Red). Beide haben eine gute Truppe und haben die Chance, etwas Großes zu erreichen. Es wird auf jeden Fall aufregend.SPORT1: Das Play-in-Tournament vor den Playoffs ist eine erste Änderung, die ausprobiert wird. Zudem wurde diese Saison bereits über weniger Spiele, einer Art Pokalturnier und neue Setzlisten diskutiert. Was halten Sie von den Ideen?Bonga: Das ist eine schwierige Sache. Aber ich denke, dass es eher darauf ankommt, wie sich die ganze Situation verändert. Wir haben bereits in den letzten Tagen über sehr viele Konstellationen gesprochen. Ob man nächstes Jahr vielleicht nach dem gleichen Prinzip spielt, nur in verschiedenen Städten. Natürlich habe ich auch viele guten Dinge aus Deutschland gehört. In Amerika wird noch daran gearbeitet. Aber ich finde, dass nächste Saison sehr positiv aussehen kann - speziell auch aus sportlicher Sicht.

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