Bundesliga 19/20

Pos.
Mannschaft
Sp.
To.
Pkt.
1.
THW Kiel
20
598:520
32
2.
TSV Hannover-Burgdorf
20
586:537
31
3.
SG Flensburg-Handewitt
20
531:465
30
4.
SC Magdeburg
20
590:528
30
5.
Füchse Berlin
20
576:530
28
6.
Rhein Neckar Löwen
20
566:524
28
7.
MT Melsungen
20
558:538
25
8.
HSG Wetzlar
20
557:557
20
9.
SC Dhfk Leipzig
20
551:559
20
10.
Bergischer HC
20
538:543
17
11.
HC Erlangen
20
532:550
16
12.
Frisch Auf Göppingen
19
479:499
15
13.
HBW Balingen/Weilstetten
20
554:598
15
14.
TBV Lemgo
20
548:580
14
15.
TSV GWD Minden
20
527:552
13
16.
TV Bittenfeld
19
494:546
12
17.
TSG Ludwigshafen-Friesenheim
20
468:515
10
18.
HSG Nordhorn-Lingen
20
471:583
2

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27.01.2020 - 12:26 Uhr
handball-world.com

(Männer · 3. Liga Nord-West) Die Handballer des Wilhelmshavener HV haben ihre Ausnahmestellung in der 3. Liga Nord-West einmal mehr eindrucksvoll untermauert: Im Heimspiel gegen die Bergischen Panther feierten die Jadestädter am Samstag nach furioser zweiter Halbzeit einen verdienten 39:22 (17:13)-Kantersieg. Vor mehr als 900 Zuschauern war der niederländische Nationalspieler Rutger ten Velde mit 14/4 Toren bester WHV-Werfer.

Mit gemischten Gefühlen werden die deutschen Handballer mit etwas Abstand auf die EM zurückblicken.Auf der einen Seite steht der, zumindest auf dem Papier, gute fünfte Platz, auf der anderen Seite aber auch die bittere Niederlage gegen Kroatien und das damit verbundene Verpassen des anvisierten Halbfinals.Insbesondere von den eigentlichen Leistungsträgern wie Uwe Gensheimer und Andreas Wolff kam dabei im Turnierverlauf oftmals zu wenig, die Verantwortung mussten andere übernehmen.SPORT1 zeigt die Gewinner und Verlierer der deutschen Mannschaft. Wer hat sich für die wichtige Olympia-Quali in Stellung gebracht, wer muss um seinen Kaderplatz zittern?Gewinner:TIMO KASTENING:Im Endeffekt überraschte der Hannoveraner sogar sich selbst. "Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich so viel spiele – so ehrlich muss ich sein."Der Rechtsaußen spielte ein fulminantes Turnier, machte sich zunächst bei Christian Prokop einen Namen und eroberte dann auch die Herzen der Fans. Mit 27 Treffern war Kastening gemeinsam mit Julius Kühn Deutschlands bester Torschütze. Starke 79 Prozent seiner Würfe versenkte Kastening, der seinen zukünftigen Melsunger Teamkollegen Tobias Reichmann während des Turniers verdrängt hatte."Er hat das sensationell gelöst", lobte DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der auch Reichmann (24 Tore, 18/21 Siebenmeter) für seine Professionalität und tadellose Leistung als Gewinner bezeichnete.Auch in der Defensive präsentierte sich Kastening als Waffe und leitete den ein oder anderen Gegenstoß durch eigene Ballgewinne ein. PHILIPP WEBER:Der Lichtblick im deutschen Rückraum. Zwei Jahre nach der auch für ihn enttäuschenden EM 2018 schlug der Leipziger eindrucksvoll zurück.Besonders in der Hauptrunde lief Weber zu großer Form auf, erzielte satte 16 Tore. Bei der dramatischen Pleite gegen Kroatien bester deutscher Feldspieler, im schleppenden Angriffsspiel gegen Tschechien der einzige Aktivposten im Rückraum."Philipp hat eine sehr erwachsene Europameisterschaft gespielt. Er hat das gut gelöst. Da können wir echt zufrieden sein", sagte Hanning.Mit 27 Jahren avanciert Weber immer mehr zu Deutschlands neuem Hoffnungsträger als Spielmacher.JOHANNES BITTER:Als der 37-Jährige im EM-Kader den Vorzug vor Silvio Heinevetter und Dario Quenstedt bekam, reagierten einige verdutzt.Doch wie sich zeigte, war die Entscheidung von Christian Prokop goldrichtig. Der Weltmeister von 2007 bildete gemeinsam mit Andreas Wolff ein Torhüterduo, das deutlich mehr Harmonie versprühte als Wolff und Heinevetter im Vorjahr.Jetzt aktuelle Handball-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE"Er war eine emotionale Stütze bei diesem Turnier für mich", betonte Wolff. Und auf dem Feld zeigte Bitter seine Qualitäten besonders gegen Ende der Hauptrunde und im Spiel um Platz fünf. Sowohl gegen Österreich als auch gegen Weißrussland wurde der Stuttgarter zum Man of the Match gewählt.Mit seiner 35-prozentigen Quote ist Bitter statistisch gesehen sogar der beste Torhüter, wenn man den Bosnier Nebojsa Grahovac rausnimmt, der gerade einmal 38 Minuten in der Vorrunde absolvierte.Verlierer:ANDREAS WOLFF:Der Torhüter hatte hohe Ansprüche. "Meine persönliche Zielvorgabe ist es, das Turnier zu gewinnen", erklärte Wolff wenige Wochen vor dem Turnierstart im ZDF.Das Ergebnis: Deutschland wurde Fünfter – und Wolff spielte das statistisch schlechteste Turnier seiner bisherigen Nationalmannschaftskarriere. Nur 30 Prozent der Bälle konnte Deutschlands Nummer eins bei der EM parieren – im Torhüter-Ranking gleichbedeutend mit dem 15. Rang. Zu wenig für Wolffs Selbstverständnis, der seit seiner überragenden EM 2016 an diesen Leistungen gemessen wird.Der Keeper, der im Gegensatz zu vielen Teamkollegen ausgeruht ins Turnier kam, hatte auch seine guten Tage. So überzeugte er gegen die Niederlande (39 Prozent) und Weißrussland (35 Prozent) und hielt das DHB-Team gegen Kroatien (34 Prozent) mit mehreren Paraden in der Schlussphase im Spiel. Auch der Abschluss gegen Portugal (33 Prozent) war in Ordnung.Gegen Spanien (6 Prozent), Lettland (0 Prozent) und Österreich (18 Prozent) bekam er allerdings kaum einen Ball an die Hand.UWE GENSHEIMER:Der Linksaußen wurde vor dem Turnier als einziger deutscher Weltklassespieler ausgemacht.An guten Tagen ist der Mann von den Rhein-Neckar Löwen das auch noch, bei der EM blieb er seiner Klasse aber häufig schuldig – auch wenn es als Außen häufig schwerer ist, zu glänzen, wenn man wenig ins Spiel einbezogen wird.Gegen die Niederlande flog Gensheimer bereits früh vom Feld, nachdem er Keeper Bart Ravensbergen einen Siebenmeter gegen den Kopf gedonnert hatte. Dass Christian Prokop Gensheimer in der kompletten zweiten Halbzeit gegen Spanien auf der Bank schmoren ließ, rief zwar Kritik hervor, war aber sportlich vertretbar.Auch Gensheimer spielte statistisch gesehen sein schlechtes Turnier. Der 33-Jährige markierte "nur" 20 Tore, was sieben Treffer weniger bedeutete als bei seiner zuvor schlechtesten Ausbeute bei der enttäuschenden EM 2018.Erstmals wurde er nicht Deutschlands bester Torschütze.DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE DER SCHWANKENDE RÜCKRAUM:Die deutschen Rückraumspieler überzeugten abgesehen von Weber nur selten.Julius Kühn wurde im Vorfeld auf Halblinks als Waffe ausgemacht, seine Qualitäten von den Teamkollegen immer wieder hervorgehoben. Im Gegensatz zum restlichen Team spielte der Melsunger eine gute Vorrunde und trumpfte vor allem gegen Lettland (8 Tore) und am Ende gegen Portugal auf.Zwischendurch ging es aber bergab, besonders sein unglücklicher Auftritt gegen Kroatien zog ihn herunter, wie Kühn danach zugab. Aufsehen erregte vielmehr, als der 26-Jährige gegen Weißrussland in der Kabine eingeschlossen wurde. Selbstkritisch analysierte er seine Leistungen und konstatierte: "Ich kann mehr".Für Fabian Böhm gilt dasselbe wie für Kühn. Auch er kann mehr. Der Hannoveraner war einer der Gewinner der Heim-WM, doch in diesem Jahr fand er nie wirklich ins Turnier und zeigte sich ebenfalls unzufrieden. Bereits vor dem letzten Hauptrundenauftritt gegen Tschechien hatte er bei SPORT1 erklärt, dass besonders gegen Kroatien "zu wenig" vom linken deutschen Rückraum gekommen sei.Auf der Gegenseite wechselten sich bei Kai Häfner Licht und Schatten regelmäßig ab. Krachenden Würfen oder klugen Pässen folgten gerne mal "scheiß Abspielfehler", wie er nach seiner folgenschweren Aktion gegen Kroatien erklärte. Seine 48-prozentige Wurfquote: verbesserungswürdig.Backup David Schmidt hängte sich in seinem ersten EM-Turnier gut rein und hat lichte Momente, zahlte aber auch viel Lehrgeld, was auch zwei Zeitstrafen innerhalb von vier Minuten gegen Kroatien zeigten.Mittelmann Paul Drux bemühte sich, die ungewohnte Rolle als Vollzeit-Spielmacher bestmöglich auszufüllen. Aber der Berliner stieß trotzdem an seine Grenzen, auch, weil er sich immer wieder in der Abwehr aufrieb. Weber lief ihm den Rang ab.

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