15.07.2019 - 21:29 Uhr
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Tennisspielerin Laura Siegemund (Metzingen) ist beim Sandplatzturnier in Bukarest ins Achtelfinale eingezogen. Anderthalb Wochen nach ihrem Zweitrunden-Aus in Wimbledon siegte die 31-Jährige gegen die Ukrainerin Angelina Kalinina mit 4:6, 6:3, 6:4. In der nächsten Runde trifft Siegemund auf Lara Arruabarrena (Spanien) oder Xu Shilin aus China. Im Vorjahr hatte Siegemund in der rumänischen Hauptstadt das Viertelfinale erreicht, in diesem Jahr ist sie die einzige deutsche Starterin.Ebenfalls siegreich gestaltete die Hamburgerin Tamara Korpatsch ihr Auftaktmatch beim Sandplatzturnier im Schweizer Lausanne. Die 24-Jährige besiegte die ehemalige Weltranglistenfünfte Eugenie Bouchard (Kanada) nach 2:37 Stunden überraschend 2:6, 6:4, 7:5. In der nächsten Runde trifft Korpatsch auf die Russin Anastassija Potapowa.Ausgeschieden sind hingegen Mona Barthel (Neumünster) und Antonia Lottner (Düsseldorf). Barthel unterlag zum Auftakt der Französin Fiona Ferro 6:7 (3:7), 2:6. Lottner musste sich in ihrem Erstrundenmatch der an Position zwei gesetzten Französin Caroline Garcia mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Neben Korpatsch sind beim mit 250.000 Dollar dotierten Turnier am Genfer See mit der topgesetzten Julia Görges (Bad Oldesloe) und Tatjana Maria (Bad Saulgau/Nr. 5) noch zwei deutsche Spielerinnen am Start.
  

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Barthel, Mona

20.11.2019 - 18:05 Uhr
sport1.de

Vier deutschsprachige Wrestler mit großen Auftritten bei den größten WWE-Shows SmackDown und RAW - das hat es so noch nie gegeben.Die Gruppierung Imperium mit den beiden Deutschen Alexander Wolfe und Marcel Barthel, dem Südtiroler Fabian Aichner und dem österreichischen Anführer WALTER feierte vor zehn Tagen bei Friday Night SmackDown ein Überraschungs-Debüt im Hauptkader und war dann auch bei Monday Night RAW zu sehen. WALTER durfte dort mit dem frisch entthronten Universal Champion Seth Rollins den Ring teilen.Wie kam es zum Imperium-Debüt auf der großen Showkampf-Bühne? Wie gefiel es den Verantwortlichen hinter den Kulissen? Und wann gibt es ein Wiedersehen, nachdem sie bei den darauffolgenden Shows fehlten?Auf SPORT1-Nachfrage hat WWE-Legende und -Talentvorstand Paul Levesque (Triple H) neue Hintergründe enthüllt.Triple H: "Ich habe den Vorschlag gemacht""Es wurde unglaublich gut angenommen, aus Fansicht und aus interner WWE-Sicht", blickte der 50-Jährige am Mittwochnachmittag deutscher Zeit in einer internationalen Medienkonferenz zurück: "Ich hatte den Vorschlag gemacht. Gerade läuft die Fehde RAW - SmackDown - NXT und es ergab keinen Sinn, die NXT-Leute aus den USA extra für die Shows in England einzufliegen. Mein Gedanke war also: NXT hat doch seine Tentakel überall, also lass uns die Jungs von NXT UK einbeziehen - um ihnen Aufmerksamkeit zu geben und eine Gelegenheit zu wachsen."NXT UK ist der England-Kader von WWE, der seit etwas mehr als einem Jahr eine eigene wöchentliche Webshow hat. WWE vereinte dort im Sommer auch die vier deutschsprachigen Hoffnungen, die zusammen aber auch schon immer wieder bei der US-Version von NXT mitmischten.WALTER gewann am WrestleMania-Wochenende in New York den UK Title von Pete Dunne, für noch mehr Aufsehen sorgte seine Titelverteidigung gegen Tyler Bate im August, die von Kritikern als eines der besten WWE-Matches aller Zeiten gefeiert wurde.Was Triple H bei RAW und SmackDown von Imperium sah, hätte ihm nach eigenen Angaben nicht besser gefallen können. "Sie haben den Ball aus dem Park geschlagen", formuliert er in Baseball-Sprache. Frei übersetzt: Der Auftritt war ein Volltreffer. "Sie werden alle einschlagen, alle vier", prophezeit er.Auch Shawn Michaels hilft ImperiumTriple H macht im selben Zug aber deutlich, dass Imperium erstmal nicht dauerhaft zu RAW oder SmackDown aufsteigen werden: "Ich will sie nicht verheizen. Ich denke langfristig. Sie müssen eine Basis aufbauen und das tun sie jetzt gerade. Ich bin begeistert vom aktuellen Stand dieses Projekts."Hinter den Kulissen von NXT UK brachte sich zuletzt auch Shawn Michaels, legendärer Weggefährte von Triple H und sein Partner in der D-Generation X verstärkt ein. Das hätte sich zusätzlich positiv ausgewirkt: "Das Produkt ist außerordentlich gut und das hat man auch bei RAW und SmackDown gesehen. Alle, die auftraten, haben gezeigt, dass sie da hingehören, dass sie mithalten können. Keiner wirkte fehl am Platz. Und es ist das Ziel, darauf aufzubauen. Schritt für Schritt."Lob auch für Ilja DragunovBei den Survivor Series am Sonntag dürfte Imperium nicht dabei sein, Mitglied Alexander Wolfe ist in jedem Fall für einen anderen Termin gebucht: Er tritt am Samstag in seiner Heimatstadt Dresden für die deutsche WWE-Partnerliga wXw (Westside Xtreme Wrestling) - wo auch "Ringkampf", die Vorgänger-Gruppierung von Imperium entstanden war - gegen seinen Schüler Ilja Dragunov an.Der ebenfalls in Dresden aufgewachsene Deutsch-Russe Dragunov steht mittlerweile ebenfalls unter WWE-Vertrag, hat bei NXT UK auch schon auf sich aufmerksam gemacht, unter anderem durch sein sehenswertes Match gegen den Schweizer Hauptkader-Star Cesaro.Triple H ist er auch schon positiv aufgefallen: "Er ist fantastisch", sagt er auf SPORT1-Nachfrage: "Man hat es gegen Cesaro gesehen. Ein phänomenales Talent, ein unglaublicher Performer, er hat eine große Zukunft. Ich freue mich, noch mehr mit ihm zusammenzuarbeiten."Generell sei er "stolz" auf die Entwicklung der deutschsprachigen und europäischen Fraktion: "Man muss auch bedenken: Einige von ihnen haben nicht dasselbe intensive TV-Training wie andere gehabt und das macht einen großen Unterschied. Wie sie sich so schnell so gut gemacht haben, alles aufsaugen wie ein Schwamm, ist Wahnsinn. Sie alle haben eine tolle Zukunft vor sich."

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22.01.2020 - 21:01 Uhr
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Am Morgen danach: keine Zeile. Für die australischen Zeitungen war es einfach zu spät am zweiten Turniertag - sie waren längst gedruckt.Dass Alexander Zverev bei den Australian Open sein erstes Match in diesem Jahr gewonnen hatte, dass er darüber hinaus jetzt auch auf eine Mission für die Buschbrände gegangen ist, sickerte in Down Under nur langsam durch. Aber: Es kann gut sein, dass die Melburnians von Zverev noch einiges sehen, hören und lesen werden.Wenn Zverev weiter von sich reden machen sollte, hat das viele Vorteile: Der Siebte der Weltrangliste will 10.000 Australische Dollar (6200 Euro) pro Sieg spenden für die Buschfeuer-Hilfe, und sollte er das Turnier sogar gewinnen, käme das komplette Preisgeld von 4,12 Millionen Australischen Dollar (2,55 Millionen Euro) dazu. Andere könnten das Geld besser gebrauchen, sagte Zverev, er wäre allein durch den Gewinn seines ersten Grand Slams "der glücklichste Mensch der Welt".DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGEZverev wirkt wie ausgewechseltNoch ist es freilich längst nicht so weit, dass die Veranstalter der Australian Open das viele Geld auf ein anderes Konto als das des Turniersiegers einzahlen - ein Statement ist es von Zverev aber allemal. Er fühlt sich mit dieser Entscheidung offensichtlich sehr wohl, ohnehin vermittelt er seit seiner Ankunft in Melbourne vor eineinhalb Wochen den Eindruck, als sei er bester Dinge. Vor und vor allem nach dem Erstrundenmatch wirkte er aufgeräumt wie kaum zuvor in seiner Karriere.Auf dem Platz wirkte Zverev im Gegensatz zum missratenen ATP Cup zu Beginn des Jahres wie verwandelt. In Brisbane, sagte er, "habe ich nur die Bälle aufgehoben". Beim Dreisatzsieg gegen den Italiener Marco Cecchinato gefiel er vor allem in den Momenten, in denen er ein paar Tage zuvor noch von allen guten Geistern verlassen schien. Kritische Situationen wie ein Break seien für ihn ja "normal", witzelte Zverev, und deshalb sei er diesmal "extrem ruhig geblieben". Zverev: "Hatte Gefühl, die Kontrolle zu haben"Beim ATP Cup, erläuterte Zverev, habe er stets das Gefühl gehabt, dass "jeden Moment alles zusammenbrechen" könne. Ein Grund, weshalb der aktuelle Weltranglisten-Siebte laut eigener Aussage "noch nie so schlecht vor einem Grand Slam gespielt" hat, waren Sehprobleme. Zverev hatte sich Anfang Dezember wegen einer Hornhaut-Verkrümmung operieren lassen. Ihn haben die Kontaktlinsen gestört, die er während seiner Spiele hatte tragen müssen.Jetzt aktuelle Sportartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGESeitdem habe er Probleme, vor allem dann, wenn die Sonne scheint. "Das sind normale Nachwirkungen. Bei Sonne konnte ich in Brisbane nicht trainieren, stand nur abends auf dem Platz", wird der Hamburger von der Bild zitiert. Da er bei den Australian Open womöglich auch mal tagsüber und damit auch bei Sonnenschein antreten muss, war Zverev noch mal beim Augenarzt. Die verschriebenen Augentropfen sorgten laut Zverev für Besserung.Am Dienstag nun war alles anders: "Ich hatte das Gefühl, die Kontrolle zu haben", und das gerade in jenen Momenten im ersten, zweiten und dritten Satz, als er gerade ein Break kassiert hatte: "Ich habe gewusst, was ich tun muss." Einher ging dies mit der starken Leistung beim Aufschlag: Wenn sein erster im Feld war, war der Punkt danach zu 84 Prozent seiner.Zverev überwindet AugenproblemeDu Augenprobleme scheint Zverev überwunden zu haben und ein erster Schritt ist bereits getan, "man hat gesehen", sagte Zverev, dass es besser wird. Ob und wie schnell diese Entwicklung nun erst mal am Donnerstag gegen den Weißrussen Igor Gerassimow weitergeht, mag er allerdings nicht vorhersagen (Australian Open: Egor Gerasimov - Alexander Zverev ab 4 Uhr im LIVETICKER)."Ich sehe mich nicht als Favoriten auf den Turniersieg", wiederholte Zverev nach seinem Auftaktsieg fast demütig. "Aber", ergänzte er, "ich freue mich, dass ich mich wieder wohlfühle auf dem Platz." Auch viele Australier werden wohl hoffen, dass das so bleibt.

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