29.10.2019 - 23:31 Uhr
sport1.de
Alexander Zverev ist bärenstark in das Masters-Turnier von Paris gestartet und hat damit auch seinen Anspruch auf einen Platz bei den ATP-Finals unterstrichen.Deutschlands bester Tennisprofi gewann nach seinem Freilos zum Auftakt in der zweiten Runde gegen den Spanier Fernando Verdasco 6:1, 6:3."Ich wäre froh, wenn es bis zum Finale so für mich läuft", sagte Zverev bei Sky mit Blick auf den Sieg im Schnelldurchgang: "Am Ende ist mir egal, wie ich weiterkomme, aber so ist es natürlich angenehm."Zverev trifft womöglich auf FogniniIm Achtelfinale trifft der an Nummer sechs gesetzte Zverev nun auf Denis Shapovalov (Kanada) oder Fabio Fognini (Nr. 11).Der Italiener ist einer der verbleibenden Konkurrenten Zverevs im Rennen um die letzten Plätze für das Turnier der acht Saisonbesten in London (10. bis 17. November).Dieses hatte Zverev im vergangenen Jahr gewonnen und damit seinen bis dato größten Titel geholt.Zverev mit guten Chancen auf ATP FinalsAls Siebter im sogenannten "Race to London", dem Jahres-Ranking der ATP, hat Zverev auch in diesem Jahr alle Trümpfe in der Hand. Ein gutes Ergebnis in Paris würde seine Position stärken, abhängig vom Ergebnis der Konkurrenten könnte er sich aber selbst bei einem Achtelfinal-Aus noch für London qualifizieren.Gegen Verdasco machte Zverev vor allem im ersten Satz kurzen Prozess, nach 26 Minuten ging der erste Durchgang an den Favoriten. Der zweite Satz geriet nur etwas ausgeglichener, nach 56 Minuten verwandelte Zverev seinen ersten Matchball.Struff mit bärenstarker LeistungNeben dem Hamburger steht auch Jan-Lennard Struff (Warstein) nach einem bemerkenswerten Sieg im Achtelfinale des mit rund 5,8 Millionen Euro dotierten Turniers.Der 29-Jährige, Nummer 36 der Welt, bezwang den an Nummer acht gesetzten Titelverteidiger Karen Khachanov aus Russland mit 7:6 (7:5), 3:6, 7:5.DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGEStruffs nächsten Gegner ermitteln der Franzose Jo-Wilfried Tsonga und der Italiener Matteo Berrettini (Nr. 10), der ebenfalls noch auf ein Ticket für die ATP-Finals hoffen darf.Fünfter Sieg gegen Top-10-SpielerFür Struff war es bereits der fünfte Sieg gegen einen Top-10-Spieler in diesem Jahr."Ich schlage momentan besser auf, spiele aggressiver und weiß auch, wann ich die Punkte holen muss", sagte er: "Wir haben viel dafür gearbeitet, dass ich alles im richtigen Moment auf den Platz bringe."Jetzt aktuelle Sportbekleidung bestellen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE Struff, der beim Davis-Cup-Finalturnier in Madrid (18. bis 24. November) für Deutschland spielen wird, verwandelte nach exakt zwei Stunden seinen ersten Matchball.
  

Like

Kommentieren

Mehr Nachrichten zu
Struff, Jan-Lennard

29.07.2020 - 20:22 Uhr
sport1.de

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic, Deutschlands Top-Spieler Alexander Zverev und auch French-Open-Rekordsieger Rafael Nadal haben ihren Start für die US-Open-Generalprobe zugesagt. Dies teilte die Männer-Tour ATP am Mittwoch mit. Insgesamt sind acht Top-Ten-Spieler beim Western & Southern Open (20. bis 28. August), dem ATP-Restart nach der Coronapause, am Start.Kerber nicht am StartDie dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber hingegen verzichtet auf die Damenkonkurrenz an identischer Stelle - und damit wohl auch auf ihre Teilnahme beim Grand-Slam-Turnier in New York (ab 31. August).Die Kielerin hatte zuletzt aufgrund der angespannten Coronalage und internationaler Reisebeschränkungen ihre Bedenken kundgetan. Durch ihren Verzicht dürfte klar sein, dass Kerber sich auf die French Open in Paris (ab 27. September) konzentriert.Das eigentlich in Cincinnati beheimatete Masters soll unmittelbar vor den US Open ebenfalls auf der Anlage von Flushing Meadows ausgetragen werden und als Generalprobe auch für das Hygiene- und Schutzkonzept dienen.Der Serbe Djokovic und auch der Weltranglistensiebte Zverev hatten sich im Frühsommer als Kritiker des Konzepts hervorgetan. Die Profis sollen unter erheblichen persönlichen Einschränkungen während der gesamten Zeit abgeschirmt in einer "Blase" leben.Womöglich hat aber die wenig ruhmreiche Rolle des Duos bei der von Djokovic mitorganisierten Adria-Tour im Juni eine Rolle bei der Zusage gespielt. Djokovic infizierte sich ebenso wie weitere Starter mit dem Coronavirus. Die Adria-Tour erfuhr wegen des Nicht-Einhaltens von Abständen und prall gefüllten Tribünen viel Kritik.Nadal überraschend dabeiVom Spanier Nadal (ATP-2.) war eigentlich erwartet worden, dass er sich auf den Gewinn seines 13. French-Open-Titels konzentriert - der 34-Jährige trainierte zuletzt fast ausschließlich auf Sand. Allerdings ist es den Spielern in der derzeitigen Lage erlaubt, sich kurzfristig von Turnieren abzumelden, ohne Repressalien fürchten zu müssen.DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Auch der Österreicher Dominic Thiem (ATP-3.), zweimaliger Finalist in Roland Garros und ebenfalls Teilnehmer der Adria-Tour, wird bei der US-Open-Generalprobe am Start sein. Als zweiter Deutscher hat Jan-Lennard Struff (ATP-34.) gemeldet.Bei den Damen sind fünf Top-Ten-Spielerinnen am Start, darunter die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin Serena Williams (USA/WTA-9.). Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) verzichtet ebenso wie die zweitplatzierte Rumänin Simona Halep.

Interessante Nachrichten

Überall auf der Welt standen Tennisprofis beim Ausbruch der Coronakrise im März plötzlich vor der Frage: Wie geht es weiter?Reisen zu Turnieren hatten sich erübrigt, auch regelmäßiges Tennis-Training war durch die Sperrung der Plätze nicht möglich. Da Flugreisen zudem verboten waren, hatte das große Talent Dayana Yastremska plötzlich viel Zeit.Zuvor hatte sich die 20-Jährige sich in den vergangenen Monaten bis auf Platz 25 der Weltrangliste hochgearbeitet, unter anderem erreichte sie 2019 das Achtelfinale in Wimbledon.Trainiert wird sie vom deutschen Trainer Sascha Bajin, der bereits die ehemalige Weltranglisten-Erste Naomi Osaka erfolgreich coachte und auch einmal als Trainer von Angelique Kerber gehandelt wurde.Doch zwei Monate nach dem Finaleinzug von Yastremska im australischen Adelaide legte Corona ihren Sport gänzlich lahm.In ihrer freien Zeit in Heimat-Quarantäne arbeitete die Ukrainerin deshalb an ihrer zweiten Leidenschaft, dem Singen. Nachdem im Mai der Premieren-Titel "Thousands of me" herauskam, folgte vor einigen Tagen der Song "Favorite track".Tennis steht an erster Stelle"Um ehrlich zu sein: Nachdem ich meine erste Single veröffentlicht hatte, hätte ich nicht gedacht, noch einen Song aufzunehmen. Aber nach einiger Zeit habe ich wieder Feuer gefangen und mich entschieden, einen neuen Track zu machen", sagte Yastremska der Zeitung Heute.Die Ukrainerin versprach, passend zum Song in Zukunft auch noch ein Video zur Single zu liefern. Dass sie den Tennis-Court aber dauerhaft für das Aufnahmestudio eintauscht, kommt für sie nicht infrage."Ich mag es einfach zu singen. Ich mag diese Atmosphäre. Aber es ist viel einfacher für mich auf dem Tennis-Court als im Studio vor einem Mikrofon zu stehen und zu singen. Das ist so stressig für mich", sagte Yastremska.Vorerst gehört ihr ganzer Fokus wieder ihrem Sport, beim WTA-Turnier im italienischen Palermo gab sie am Montag ihr Comeback und feierte einen souveränen Zwei-Satz-Sieg. Am Donnerstag will sie über die Französin Oceane Dodin das Viertelfinale erreichen. (WTA-Turnier in Palermo mit Siegemund und Yastremska ab Donnerstag 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+)Yastremska verteidigt DjokovicYastremska nimmt selten ein Blatt vor dem Mund und eckt damit gerne einmal an. Wäre es nach Yastremska gegangen, hätte sie zum Beispiel viel früher wieder mit Turnieren angefangen - sogar bei der heftig kritisierten Adria-Tour von Novak Djokovic."Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, ein solches Turnier auszurichten, hätte ich keine Sekunde gezögert", schrieb das Talent bei Instagram und sah sich dafür herber Kritik ausgesetzt.Das von Djokovic ausgerichtete Skandal-Turnier in Belgrad (Serbien) und Zadar (Kroatien) musste im Juni abgebrochen werden, weil sich zahlreiche Profis und Zuschauer mit dem Coronavirus angesteckt hatten - vorausgegangen war ein allzu lascher Umgang mit Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln."Die Organisatoren und Spieler der Veranstaltung sahen sich einem enormen Druck ausgesetzt. Irgendwie gerät es sogar aus dem Blick, dass dieser Wettbewerb in Übereinstimmung mit den Normen und Vorschriften des Landes durchgeführt wurde", schrieb Yastremska und verwies auf die damals geltenden Hygienestandards in einigen Balkan-Staaten."Es ist ekelhaft und widerlich zu sehen, was Novak durchmacht. Die ganze Schuld wurde der Person in die Schuhe geschoben, die den Menschen einfach nur Freude und positive Emotionen bringen wollte."Blackfacing sorgt für herbe KritikIhre arg einseitige Erklärung brachte der Ukrainerin Ärger ein - nicht das letzte Mal, dass Yastremska in ein Fettnäpfchen trat.Nur zwei Wochen später postete sie im Zuge der Black-Lives-Matter-Diskussionen vier Fotos von sich, auf denen sie ihren Körper zur Hälfte in weiß und zur Hälfte in schwarz zeigte. Darunter schrieb sie schlicht: "Equality" - Gleichberechtigung.Die Reaktion ihrer Follower ließ nicht lange auf sich warten, das Blackfacing kam nicht gut an."Sich selbst halb-schwarz zu bemalen und von Gleichberechtigung zu sprechen deutet auf Rassismus hin. Informiere dich, bevor du so etwas Dummes tust", schrieb ein User - und spiegelte damit die allgemeine Meinung unter den Fotos wider.Nach der deutlichen Kritik löschte Yastremska die Fotos wieder und entschuldigte sich später dafür.Gut für die streitbare Sängerin, dass sie neben ihrer Gesangskarriere nun wieder auf dem Platz für Positiv-Schlagzeilen sorgen kann.

your_interactive_betslip

loading...