Bundesliga 18/19

Pos.
Mannschaft
Sp.
To.
Pkt.
1
SG Flensburg-Handewitt
31
875:706
58
2
THW Kiel
31
915:735
56
3
Rhein Neckar Löwen
30
842:733
48
4
SC Magdeburg
31
927:800
48
5
Füchse Berlin
31
846:812
36
6
MT Melsungen
31
838:824
36
7
Bergischer HC
31
810:798
36
8
Frisch Auf Göppingen
31
824:813
34
9
HC Erlangen
31
776:804
28
10
TBV Lemgo
31
785:795
26
11
TSV GWD Minden
31
860:871
25
12
HSG Wetzlar
32
806:835
25
13
TSV Hannover-Burgdorf
31
854:874
24
14
SC Dhfk Leipzig
31
779:790
23
15
TV Bittenfeld
31
842:914
23
16
VfL Gummersbach
31
738:883
13
17
SG Bbm Bietigheim
31
740:912
11
18
TSG Ludwigshafen-Friesenheim
31
719:877
8

Tabellenführer Hamburger SV empfängt den Tabellen neunten Paderborn. Verfolger Köln ist beim 10. Jahn Regensburg gefordert und hofft auf einen Ausrutscher der Rothosen.

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Von Tillmann BauerMannheim. Der Nachwuchs von Jennifer Kettemann, 37, hat es nicht leicht. Im Hause der Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen gilt striktes Handy- und Fernsehverbot - zumindest für die Kinder. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es egal war, ob die Kiste fünf Minuten oder eine Stunde lief - wenn ich sie ausgeschaltet habe, dann wurde gemotzt", sagt sie. Und motzen mag sie nicht: "Deshalb bleibt der Fernseher jetzt einfach ganz aus." Bei Oma und Opa dürfen die Sprösslinge, fünf und acht Jahre alt, dann am Smartphone daddeln und vor der Mattscheibe kleben. Klare Kante bei den Kettemanns."Deine Kids sind also nicht oft zu Hause, oder?", lachte Handball-Ikone Stefan Kretzschmar gestern in der Lobby des schicken Hilton Hotels am Mannheimer Hauptbahnhof. Er war gekommen, um Gast beim ersten Löwen-Talk - einer eigenen Gesprächsrunde des Handballbundesligisten - zu sein und darüber zu diskutieren, wie seine Sportart noch mehr ins Rampenlicht gerückt werden kann. Ebenfalls bei der Premiere auf dem Podium: Karsten Petry, Deutschland-Chef von Octagon, der global führenden Agentur im Sport-Sponsoring, und Moderator Frank Schneller, der gemeinsam mit Kettemann das Format entwickelt hat.Man wolle, so die Löwen-Chefin, nicht nur über Handball reden, sondern auch andere Sportarten - oder gar Themen - aufgreifen und über den berühmten Tellerrand hinausschauen. Deshalb ging es gestern nicht nur um die vergangene Handball-Weltmeisterschaft, die Frage nach Typen im Sport oder die Rolle der Medien im Konstrukt Profisport - sondern auch um E-Sport."Für mich hat das mit Sport nichts zu tun", sagte Kretzschmar. Dennoch müsse man berücksichtigen, dass es eine extrem stark wachsende Bewegung sei, die man nicht einfach ignorieren dürfe. "Mein Sohn kennt alle Spieler der Fußballbundesliga", sagt er, "und das nicht, weil er beim Fußballschauen so genau aufpasst, sondern weil er viel ,Fifa’ an der Playstation spielt." Er kenne die Namen, die Stärken, die Schwächen, das Aussehen, den zugehörigen Verein. Einfach alles. Kretzschmar: "Im Handball ist noch Luft nach oben."Generell ist er aber zufrieden. "Früher hätten wir davon geträumt, dass jedes Spiel live im Fernsehen übertragen wird", sagt Kretzschmar: "Der Handball hat einen unfassbaren Fortschritt gemacht. Die Richtung ist prinzipiell sehr gut." Man müsse nun - nach der WM - nur noch ein bisschen hipper werden. Dass das Turnier im Januar ein Hype war, wollte Petry überhaupt nicht bezweifeln. "Nur muss sich daraus irgendwie etwas Nachhaltiges entwickeln", sagte er und verwies auf die nackte Wahrheit: Mitgliederrückgänge und sinkende Zuschauerzahlen.Die Löwen wollen deshalb noch mehr in die Schulen und Kindergärten gehen, um den Nachwuchs für den Sport zu begeistern. Kettemann: "Die Kids sollen rausgehen. In Sportvereinen lernen sie, sich auch mal unterzuordnen. Das ist extrem wichtig." Zudem sollen durch Chip-Sensoren in Trikot und Ball noch mehr Daten ermittelt werden, die einerseits für Trainer und Betreuer genutzt werden können, andererseits, um den Zuschauern in der Halle oder vor den Bildschirmen einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten.Axel Kromer, DHB-Sportvorstand, war ebenfalls der Einladung nach Mannheim gefolgt. "Für uns sind in erster Linie die leistungsbezogenen Daten interessant." Man müsse aber aufpassen, dass man bei der ganzen Datenmenge nicht den Überblick verliere. Er lachte: "Denn wer viel misst, misst auch viel Mist."

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