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22.01.2020 - 16:45 Uhr
sport1.de

Für Scott Dixon bricht am kommenden Wochenende bei den 24 Stunden von Daytona 2020 eine neue Ära an. Bei seiner 17. Teilnahme am größten Langstreckenrennen in den USA wird Dixon erstmals nicht für seinen langjährigen Arbeitgeber Chip Ganassi Racing an den Start gehen.Ganassi ist aufgrund des Rückzugs von Ford aus der GTLM-Klasse der IMSA diesmal gar nicht in Daytona dabei, Dixon allerdings schon. Er fährt in der Topklasse DPI für Wayne Taylor Racing den schwarzen Cadillac DPi mit der Startnummer 10.Somit hat es der fünfmalige IndyCar-Champion gleich im doppelten Sinne mit einer Umstellung zu tun. "Ich habe 2004 mit Scott Pruett und Max Papis in Daytona für Chip begonnen und fahre seitdem für ihn", bemerkt Dixon im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.Glaube an Ganassi-Rückkehr in die IMSADass die 24 Stunden von Daytona diesmal ohne Ganassi über die Bühne gehen, findet Dixon "echt schade", sieht mit Blick auf 2021 aber Hoffnung: "Ich habe während des 'Roar'-Tests mit Chip gesprochen. Da war er ziemlich niedergeschlagen, aber ich glaube, sie haben gute Chancen für das nächste Jahr.""Ich denke, es wird nur ein Jahr sein, in dem sie nicht an der Strecke sein werden. Ich würde es begrüßen, wenn Ganassi wieder an IMSA-Rennen teilnehmt und ich weiß, dass das alle im Team so sehen", so Dixon.Aktuell konzentriert sich der Ganassi-Routinier auf seine Daytona-Vorbereitung mit dem Team von Wayne Taylor. Den schwarzen Cadillac DPi teilt er sich mit den beiden Stammfahrern Renger van der Zande und Ryan Briscoe sowie mit Kamui Kobayashi.Briscoe kommt wie Dixon vom zugesperrten Ford-Programm aus der GTLM, fährt im Gegensatz zum Neuseeländer aber die komplette IMSA-Saison. Dixon selbst fährt die vier Langstrecken-Rennen im Kalender. Kobayashi ist nur für Daytona gesetzt, wo er im Vorjahr zusammen mit van der Zande sowie Jordan Taylor und Fernando Alonso triumphierte.Rückkehr ins Prototypen-Feld: Debüt im DPi macht SpaßFür Dixon markiert der Wechsel von der GTLM in die DPi eine Rückkehr ins Prototypen-Feld. Dort bewegte er von 2004 bis 2016 jeweils in Ganassi-Diensten die alten DPs in Daytona. Zweimal fuhr er zum Gesamtsieg.2006 siegte Dixon in Daytona mit Dan Wheldon und Casey Mears. 2015 triumphierte er zusammen mit Tony Kanaan, Kyle Larson und Jamie McMurray. Von 2017 bis 2019 fuhr Dixon den von Ganassi eingesetzten Ford GT in der GTLM, wobei er 2018 mit Briscoe und Richard Westbrook den Klassensieg in Daytona holte."Die Technologie schreitet ziemlich rasant voran", ist Dixon bei seinem Testdebüt im DPi von Cadillac aufgefallen. "Der alte DP war ja ein Uralt-Chassis. Wenn man auf ein richtiges Kohlefaser-Auto mit viel Abtrieb und etwas mehr Leistung wechselt, sind die Rundenzeiten direkt schneller. Es ist wirklich ein klasse Auto, aber für mich ist es schon eine große Veränderung.""Ich glaube, es ist schwieriger, in den GT-Klassen zu fahren", sinniert er, "weil man so viel Zeit damit verbringt, nicht im Weg zu stehen. Es ist definitiv eine andere Art Rennen zu fahren. Das Beste für mich beim 'Roar'-Test war einfach, nicht ständig in den Spiegel schauen zu müssen. Man kann sich einfach auf das konzentrieren, was man tut."Und wie beurteilt Dixon das Potenzial des Cadillac DPi V.R, mit dem er auf die Jagd nach seinem dritten Gesamtsieg in Daytona geht? "Das Auto ist ziemlich knifflig zu fahren. Wie bei jedem Auto versucht man natürlich, das Maximum an Geschwindigkeit herauszuholen. Das Auto liegt besonders am Kurveneingang ziemlich neutral. Auch die Bremsen sind ziemlich gut. Aber es kann auch seine kniffligen Bereiche haben.""Mir macht es sehr viel Spaß, wieder in einem Prototypen zu sitzen. Ich konnte bei einem Test in Sebring und auch beim 'Roar' in Daytona schon einige Runden fahren. Es ist großartig, wieder in der schnellen Kategorie zu fahren und ich glaube, dass sie sich definitiv weiterentwickelt hat, vor allem im Vergleich zu den alten DPs", so Dixon.IMSA mit Wayne Taylor nicht Dixons einziges "Fremdgehen"Übrigens: Die 24 Stunden von Daytona sind in diesen Tagen nicht das einzige Rennen, das Dixon nicht für Ganassi fahren wird. Am darauffolgenden Wochenende (1./2. Februar) geht er bei den 12 Stunden von Bathurst mit einem Aston Martin Vantage GT3 von R-Motorsport an den Start. Bei seinem Debüt am Mount Panorama teilt sich der Neuseeländer das Cockpit mit Supercars-Routinier Rick Kelly, der er noch aus Jugendtagen kennt, und mit dem letztjährigen Bathurst-Shootingstar Jake Dennis."Es ist toll, mal die Vorbereitung anderer Teams zu sehen", spricht Dixon sowohl auf Wayne Taylor Racing in der IMSA als auch auf R-Motorsport in der Intercontinental GT-Challenge (IGTC) an. "Was einem dabei erst so richtig klar wird: Wenn man so lange für ein so großes Team gefahren ist, sieht man erst, wie manche Ein-Wagen-Teams und kleine Teams etwas mehr zu kämpfen haben", so der Ganassi-Star.Dixons Hauptaufgabengebiet 2020 bleibt weiterhin die IndyCar-Serie, wo er am 15. März in St. Petersburg (Florida) seine bereits 20. Saison in Diensten des Ganassi-Teams in Angriff nimmt. Abgesehen davon bestreitet er für Wayne Taylor Racing noch die weiteren Langstrecken-Rennen der IMSA-Saison. Dabei handelt sich nach den 24h Daytona um die 12h Sebring (21. März), die 6h Watkins Glen (28. Juni) und das Petit Le Mans (10. Oktober).Und auch was die 24 Stunden von Le Mans am 13./14. Juni betrifft, rechnet sich Dixon trotz des Endes des GT-Programms von Ford gute Chancen auf eine erneute Teilnahme aus. "Hoffentlich kann ich dieses Jahr wieder in Le Mans fahren. Mal schauen, was sich ergibt. Es ist natürlich etwas schwieriger, weil es wieder ein Ausbrechen aus dem Team bedeuten würde, aber es gibt definitiv ein paar Möglichkeiten", sagt er.© Motorsport-Total.com

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