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Hamilton, Lewis

08.04.2020 - 14:28 Uhr
sport1.de

Die Formel 1 stemmt sich gegen den Totalschaden. In der Coronakrise ist die Zukunft des Rennbetriebs völlig offen, einige Teams müssen um ihre Existenz fürchten.Sparmaßnahmen, kreative Ideen und ein Not-Kalender sollen die Rennserie retten, aber der Zeitpunkt eines Neustarts rückt immer weiter in die Ferne. Zuletzt wurde auch der Grand Prix in Kanada abgesagt, der für Mitte Juni 12. bis 14. Juni angesetzt war.Ein Krisengipfel der Verantwortlichen jagt den nächsten. Was kam bisher dabei heraus? Wie ernst ist die Lage wirklich? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.Wie ist die Lage bei den Teams?Die zwangsweisen Werksferien sind auf fünf Wochen verlängert und müssen von jedem Team bis Ende Mai genommen werden. In dieser Zeit darf in den Rennfabriken nicht an den Autos gearbeitet werden. Die drei englischen Teams McLaren, Williams und Racing Point haben viele Angestellte in Zwangsurlaub auf Staatskosten geschickt, Haas wird wohl folgen.Zugleich haben die sieben in England beheimateten Rennställe sowie Ferrari Hilfe bei der Herstellung und Lieferung von Atemgeräten angeboten. Ein von Mercedes-Ingenieuren mit entwickeltes Design für eine Atemhilfe stellt das Weltmeister-Team Herstellern kostenlos zur Verfügung.Was machen die Fahrer jetzt?Titelverteidiger Lewis Hamilton ließ wissen, er nutze die ungewollte Freizeit, um "körperlich und emotional" an sich zu arbeiten. Sein Dauerrivale Sebastian Vettel grüßte in einem Ferrari-Video von der heimischen Couch, auch Red-Bull-Jungstar Max Verstappen hält sich derzeit im Homeoffice fit. Er trainiere viel am eigenen Simulator, sagte der Niederländer.Zum Zeitvertreib gehört bei Verstappen wie bei vielen seiner Kollegen virtuelles Rennfahren. Vettels Ferrari-Kollege Charles Leclerc gewann jüngst den Online-Grand-Prix von Australien.Welche Pläne gibt es für einen Neustart der Saison?Formel-1-Chef Chase Carey hofft noch, 15 bis 18 der eigentlich 22 geplanten WM-Läufe retten zu können. Der Kalender muss dafür stark umgebaut werden. Geprüft werden Geisterrennen ohne Zuschauer, um zumindest die an den Rennbetrieb geknüpften Millionen von Fernsehen und Sponsoren einzufahren. Auch über verkürzte Auftritte und mehrere Grand Prix auf einer Strecke wird diskutiert.In Silverstone könnte dafür zur Abwechslung auch in umgekehrter Richtung als sonst gefahren werden. Doch das Datum für den Neubeginn ist völlig unklar. Bis Mitte Juni sind alle Rennen abgesagt oder verschoben. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach zuletzt sogar von einem Start erst "im Herbst".Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGEWie groß ist der wirtschaftliche Schaden?Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft. Eigentümer Liberty Media meldete für das Vorjahr einen Umsatz von 2,02 Milliarden Dollar mit dem Vollgas-Zirkus. Doch ohne Rennen stehen die Zuwendungen der TV-Rechteinhaber und anderer Geldgeber auf dem Spiel. Auch die hohen Antrittsgebühren, die von den Streckenbetreibern gezahlt werden müssen, fließen nicht.Stillstand ist auch der Vermarktung des globalen Geschäftsmodells Formel 1 abträglich. Die Bilder aus einer Glitzerwelt, die das PS-Spektakel zwischen März und Dezember produziert, fehlen derzeit.Wie bedrohlich wird es für die Rennserie?McLaren-Geschäftsführer Zak Brown warnte, die Formel 1 sei derzeit in einem "sehr fragilen Zustand". Wenn das Krisen-Management jetzt versage, könnten "vier Teams verschwinden", sagte der 48-Jährige der BBC. Vor allem die kleineren Privat-Rennställe wie Williams müssen wohl um ihr Überleben fürchten. Aber auch die Konzern-Teams an der Spitze stehen mehr denn je unter Kostendruck.Auf der Spielwiese Formel 1 könnten auch Unternehmen wie Daimler wegen der Folgen der Corona-Pandemie den Rotstift ansetzen. Auch die Betreibergesellschaft der Formel 1 ist in Not. Sie muss die Preisgelder für 2019 auszahlen, hat derzeit aber spürbar geringere Einnahmen.Welche Maßnahmen sollen helfen?Neben dem Zwangsurlaub zu Lasten des britischen Steuerzahlers und einem Gehaltsverzicht bei einer Reihe von Piloten und Top-Managern sind bereits weitere Einschnitte beschlossen. Das neue Regelwerk, das mit etwas langsameren und vereinfachten Autos für mehr Wettbewerb sorgen sollte, ist um ein Jahr auf 2022 verschoben. Das soll vorerst Kosten für die Entwicklung sparen.Zudem soll die für das nächste Jahr vereinbarte Ausgabengrenze noch tiefer als eigentlich geplant angesetzt werden. Statt 175 Millionen US-Dollar (161 Millionen Euro) könnte sie in mehreren Stufen auf 120 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) sinken, berichtete das Fachmagazin Auto, Motor und Sport. Die nächste Krisenrunde der Formel-1-Spitze ist für Karfreitag geplant.

07.04.2020 - 17:17 Uhr
sport1.de

Das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes setzt sein Know-how im Kampf gegen das Coronavirus ein.Das Werksteam um Champion Lewis Hamilton stellt das Design für eine neue Atemhilfe, die gemeinsam mit Ingenieuren des University College London entwickelt wurde, Herstellern frei zur Verfügung. Die Atemhilfe soll Covid-19-Patienten mit Lungeninfektionen dabei helfen, leichter zu atmen, wenn eine Sauerstoffstoffmaske allein nicht ausreichend ist.Mercedes-Werk für Corona-Hilfe umgestelltAlle Details, die für die Herstellung des Geräts benötigt werden, stehen für Hersteller im Internet zum Download bereit. "Regierungen, relevante Hersteller aus der jeweiligen Branche, Akademiker und Gesundheitsexperten können Zugang zu den Designs beantragen, um die Qualitätskontrolle bei der Herstellung sicherzustellen. Die Geräte müssen zudem den Genehmigungsprozess in den jeweiligen Ländern durchlaufen", hieß es in einer Stellungnahme.Mercedes stellt in der Formel-1-Zwangspause auch seine Werkskapazitäten zur Verfügung. Derzeit werden 40 Maschinen für die Herstellung der Geräte verwendet, die normalerweise Kolben und Turbolader für die Motorsport-Königsklasse produzieren würden. Das gesamte Werk in Brixworth wurde für diesen Zweck umgestellt.

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The COVID-19 outbreak has thrown the world of motorcycling – and indeed, the world – into a state of chaos. Entire countries are in lockdown to try to prevent the spread of the virus, and avoid their healthcare systems from being overwhelmed. With the health of populations the utmost priority, motorcycle racing has taken a back seat. Event after event, in every discipline, has been postponed or canceled.It has been a tough start for Jorge Viegas, in just his second year as FIM president. As head of motorcycling's governing body, the Portuguese former journalist has the task of coordinating with race and event promoters around the world, to try to find a way of salvaging as much as possible of the 2020 motorcycling season.It is an unenviable position, as this interview carried out by Israeli journalist and TV commentator Tammy Gorali makes clear. Together, Gorali and Viegas cover a vast range of subjects, from how the FIM has responded to the developing outbreak of the coronavirus, to the measures being put in place to deal with it by the FIM and Dorna, and what will happen once the lockdowns are lifted.Viegas explains how a MotoGP development freeze is to be implemented for the 2020 season, how many races will be needed for a world championship to be organized, and what options are under consideration as far as racing in January or combining MotoGP and WorldSBK weekends. The FIM president also emphasizes how important it will be for racing to happen once its possible, to give people some much-needed release after a long period of confinement and restrictions.But Viegas starts off by telling Tammy Gorali about his first reactions to the outbreak of COVID-19, and how quickly the situation got out of control.

09.04.2020 - 21:50 Uhr
motorsport.com

Having qualified only sixth, Ferrari’s Jean Alesi didn’t much look like a contender for victory when he made an awful getaway and made matters worse by spinning at Turn 1, narrowly missing his teammate Gerhard Berger but succeeding in causing a chain-reaction crash behind him – Tyrrell’s Mika Salo being rear-ended by a flying Luca Badoer (Minardi). Ligier’s Olivier Panis went off on the ...Keep reading

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