17.11.2019 - 17:13 Uhr
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Heidelberg. (tib) Jannik Kohlbacher streckte die rechte Faust in die Luft und schrie seine Freude heraus. Gerade hatte der Kreisläufer der Rhein-Neckar Löwen pünktlich mit der Schlusssirene sein zehntes Tor erzielt und einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Badener ihre Europa-Premiere in dieser Saison noch verhältnismäßig erfolgreich gestalten konnten.Mit 32:28 gewann man das Hinspiel in der 3. Qualifikationsrunde zum EHF-Cup beim weißrussischen Rekordmeister SKA Minsk. Auch wenn man sich beim Auftritt in der Fremde nicht mit Ruhm bekleckerte, geht die Mannschaft von Trainer Kristjan Andresson mit einem Vier-Tore-Polster in das Rückspiel am kommenden Mittwoch (19 Uhr) in der Mannheimer GBG Halle. Es sollte also nichts mehr anbrennen.„Wenn man sich den Spielverlauf anschaut, dann müssen wir mit diesen vier Toren zufrieden sein“, sagte Jesper Nielsen. Der Kreisläufer bekam diesmal den Vorzug in der Defensive, der nominelle Abwehrchef Ilja Abutovic durfte sich anfangs etwas auf der Bank ausruhen und wurde erst später eingesetzt. Sein Fehlen fiel auf, die Löwen offenbarten wieder einmal in der Anfangsphase große Defizite in der eigenen Deckung.Als dann auch noch der 39-jährige Routinier Alexander Petersson nach einem unglücklichen Zusammenprall im Angriff verletzt vom Spielfeld humpelte und sich das rechte Knie hielt, wurden die Gesichter auf der Löwen-Auswechselbank noch länger. Doch Andresson gab schnell Entwarnung: „Wir müssen abwarten, ich hoffe aber, dass er vielleicht schon am Mittwoch wieder spielen kann.“Dennoch: Es überraschte kaum, nachdem man noch am Donnerstag in Leipzig in der Bundesliga gefordert war, dass der zweifache deutsche Meister, der als hoher Favorit in die Begegnung ging, in der ersten Spielhälfte große Probleme hatte und folgerichtig zur Halbzeit mit 13:14 in Rückstand lag. „Vielleicht waren wir im Kopf nach der langen Reise ein bisschen müde“, sagte Mikael Appelgren.Der Anführer des Rudels, der in der Schlussphase das Tor hüten durfte, brachte sein Team mit spektakulären Paraden auf die Siegerstraße: „Im Rückspiel müssen wir uns aber definitiv steigern, wir müssen aggressiver in der Abwehr stehen und disziplinierter im Angriff spielen.“ Grundsätzlich, so der schwedische Blondschopf, könne man aber zufrieden sein, wenn man mit vier Toren in Minsk gewinne.Schließlich funktionierte in der Offensive wieder einmal das Zusammenspiel zwischen Mittelmann Andy Schmid und Kreisläufer Kohlbacher. Zudem auffällig: Der Schwede Jerry Tollbring, der nach einer guten Viertelstunde für Uwe Gensheimer eingewechselt wurde, machte ein starkes Spiel, glänzte unter anderem mit einem Kempa-Tor und kam letztendlich auf vier Treffer.„Das ist bisher nur die Halbzeit“, sagte Löwen-Dompteur Andresson, als er im Kabinengang des Sport Palace Uruchje stand. Er erwarte, dass seine Mannschaft, nachdem sie am Montag sicher wieder auf deutschem Boden gelandet ist, voll fokussiert und konzentriert in das anstehende Rückspiel gehe. Sein Fazit: „Wir können besser spielen.“Löwen: Palicka, Appelgren – Nielsen 3, Mensah Larsen 4/1, Gensheimer 1, Petersson 1, Kohlbacher 10, Guardiola 2, Kirkelokke 1, Schmid 3, Tollbring 4, Ganz 1. Update: Sonntag, 17. November 2019, 18.28 UhrMannheim. (dpa-lsw) Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen haben im EHF-Cup einen großen Schritt in Richtung Gruppenphase geschafft. Der Bundesligist gewann am Sonntag sein Hinspiel in der 3. Qualifikationsrunde bei SKA Minsk mit 32:28 (13:14). Das Rückspiel wird am Mittwoch in Mannheim ausgetragen.Vor 1000 Zuschauern im Sport Palace Uruchje war Jannik Kohlbacher mit neun Treffern bester Torschütze der Nordbadener. In der ersten Halbzeit nutzte der Bundesligist viele klare Chancen nicht und handelte sich nach einer 13:10-Führung (25.) noch einen 13:14-Pausenrückstand ein.Mit dem siebten Feldspieler im Angriff lief es beim Bundesligisten nach dem Seitenwechsel aber gleich viel besser. Nach dem 26:22 (47.) verteidigten die Löwen ihren Vorsprung souverän. Der Minsker Hleb Leukhin sah nach einem hartem Foulspiel gegen Steffen Fäth die Rote Karte (60.).
  

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