15.11.2019 - 15:45 Uhr
handball-world.com
(Männer · 3. Liga Süd) Michel Abt gelang in seiner Karriere der Schritt aus dem Nachwuchs in den Bundesligamannschaft der Rhein-Neckar Löwen. Nachdem er seine aktive Laufbahn verletzungsbedingt beenden musste, blieb er dem Verein treu; heute trainiert der 29-Jährige die Drittligamannschaft und unterstützt Cheftrainer Kristján Andrésson. Im Rahmen des zweiten "Löwen-Talks" am Dienstag sprach Abt über die Saisonziele der Reserve und stellt dar, inwiefern ihm seine eigene Erfahrungen helfen ?
  

Like

Kommentieren

Mehr Nachrichten zu
Rhein Neckar Löwen

25.06.2020 - 06:00 Uhr
rnz.de

Von Tillmann BauerHeidelberg. Mait Patrail ist zwar kein Finanzexperte, sagte aber vor wenigen Wochen einen entscheidenden Satz: "Handball ist nicht dafür gemacht, ohne Zuschauer zu spielen." So beantwortete der Neuzugang der Rhein-Neckar Löwen die Frage, was er denn eigentlich von Geisterspielen halte. Auch wenn der gebürtige Este aus der Perspektive eines Spielers und somit von fehlenden Emotionen und Energien – anstatt von fehlenden Einnahmen – sprach, brachte sein Gedanke die Problematik auf den Punkt.Handball lebt von Zuschauern.Weil spätestens seit dem Saison-Abbruch der Handball-Bundesliga bekannt ist, dass die Einnahmen, die durch den TV-Vertrag mit dem Bezahlsender Sky erwirtschaftet werden, maximal fünf Prozent – meist sogar noch weniger – des Gesamtetats der Vereine ausmachen, wählte Uwe Schwenker, der Ligapräsident, seine Worte am MIttwoch weise: "Wir werden weiterhin alles in unserer Macht stehende unternehmen, um passende Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Zuschauern zu ermöglichen", sagte er: "Denn Sport lebt von Emotionen – und die gibt es eben nur zu 100 Prozent auf dem Spielfeld und vor vollen Rängen."Volle Ränge? Dahinter steht weiterhin ein dickes Fragezeichen. Zumindest bekamen die Bundesligisten eine Perspektive in Form von neuen Informationen, wie es weitergehen wird, aufgezeigt. Die nächste Saison soll am 1. Oktober starten – die genauen Spielpläne für Uwe Gensheimer und Co. sollen bis Juli veröffentlicht werden. Beendet soll die nächste Spielzeit dann bis Ende Juni des kommenden Jahres sein. "In jedem Fall erwartet uns eine sehr komplexe Saison, die uns aufgrund der hohen Termindichte viel Flexibilität und Solidarität abverlangen wird", sagte Frank Bohmann. Der HBL-Geschäftsführer sei aber überzeugt, dass alle Beteiligten dies verinnerlicht haben. Weil es nämlich – wie bereits bekannt – keine Absteiger aus der vergangenen Runde geben wird, werden in der Bundesliga nicht wie gewohnt 18, sondern diesmal 20 Teams antreten. Der HSC Coburg und TuSEM Essen steigen aus der Zweiten Liga auf, damit wird die Meisterschaft nicht mehr an 34, sondern diesmal an 38 Spieltagen ausgespielt.Weil aber Bundesliga-Begegnungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit fast alle Klubs in noch größere wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen würden, arbeitet die HBL nun an einem detaillierten Hygiene- und Betriebskonzept. So sollen in die Arenen zumindest teilweise Zuschauer zugelassen werden. Außerdem müssten wohl die Eintritts-Tickets personalisiert werden, um die Fans im Falle auftretender Corona-Infektionen zügig kontaktieren zu können. Sollte alles nach Plan laufen, kann die Liga ihr Konzept Ende September testen. Dann soll der Supercup zwischen Meister Kiel und der SG Flensburg-Handewitt in Düsseldorf stattfinden – der Startschuss für die Fans und gleichzeitig die Generalprobe für das Hygienekonzept.Auch wenn dieses Szenario aktuell noch endgültig durchdacht werden muss und in den kommenden Wochen vorgestellt wird, hat das Fachmagazin "handball inside" bereits ein mögliches Konzept durchgerechnet. Will man den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, kommt man bei allen Bundesliga-Hallen im Schnitt auf eine mögliche Auslastung von 17,5 Prozent – die Stehplätze fallen weg und müssten mit Sitzschalen umgebaut werden. In der Mannheimer SAP Arena würde das bedeuten, man könnte 2191 Zuschauer pro Spiel einlassen. Ein Wert, der die Löwen wohl kaum zufrieden stellen würde. HBL-Geschäftsführer Bohmann ist optimistischer und hofft derweil auf eine 50-prozentige Zuschauerauslastung in allen Hallen. Er kennt die Zahlen, er weiß, ab wann sich eine Teilauslastung der Arenen für die Vereine lohnen würde. Bohmann ist – im Gegensatz zu Mait Patrail – ein echter Finanzexperte. Er sagt: "Der Profi-Handball braucht Zuschauer, sonst ist diese Sportart auf Dauer finanziell nicht durchführbar." Während der eine Emotionen vermisst, benötigt der andere Einnahmen – im Prinzip kann der Handball aber nur mit beidem überleben.

Interessante Nachrichten

(Männer · 1. Bundesliga) Routinier Timur Tibirov wird nicht mehr für die Nationalmannschaft von Russland spielen. "Das Team braucht einen Wechsel. Vielleicht ist es wertvoll die Verjüngung jetzt ein wenig früher zu starten", so der Linksaußen, der mit der Sbornaja bedingt durch die Entscheidungen der Corona-Pandemie und der letzten EM die Teilnahme an der Weltmeisterschaft sowie an den Olympischen Spielen verpasst hat, gegenüber dem russischen Portal Handballfast.

(Männer · 3. Liga Süd) Mit der Meisterschaft in der RPS Liga buchte der SV 64 Zweibrücken die Rückkehr in die 3. Liga, sechs Punkte betrug der Vorsprung auf den Verfolger aus Saulheim als die Saison abgebrochen und mit der Quotientenregel bewertet wurde. Seit 2012 ist es der dritte Aufstieg des Teams, das - mit einer Unterbrechung von zwei Spielzeiten - bereits seit 24 Jahren von Stefan Bullacher trainiert wird. Zum Training bittet er die Spieler erstmals am morgigen Montag, lediglich zwei neue Gesichter gibt es dabei zu begrüßen - ansonsten setzt Zweibrücken auf den Aufstiegskader, aus dem übrigens elf Akteure bereits in der Jugend für den Club aufliefen.

(Frauen · 2. Bundesliga) Zur Teampräsentation am 01.Juli 2020 konnten die 2.Liga Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau einen weiteren Neuzugang vorstellen. Mit Dietmar Schmidt kehrt eine Zwickauer Handballlegende in seine Heimatstadt zurück und wird in den folgenden Monaten zusammen mit Norman Rentsch für die notwendige Unterstützung an der Seitenlinie sorgen. Seit mehreren Jahren versucht der BSV den gebürtigen Zwickauer zurück zu holen, umso mehr freut sich Norman Rentsch jetzt über diesen Neuzugang.

your_interactive_betslip

loading...