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Olympics

22.05.2020 - 09:11 Uhr
sport1.de
John Coates, Leiter der Koordinationskommission des Internationalen Olympischen Komitees, hat Zweifel an einer Austragung der Sommerspiele 2021 in Tokio. Die wegen der Coronakrise um ein Jahr verschobenen Spiele sähen sich "echten Problemen" ausgesetzt, so Coates in einer vom australischen Medienkonzern News Corp organisierten Presserunde. Laut Coates könne auch die Herstellung eines Impfstoffes Olympia eventuell nicht retten. "Wir können nicht noch einmal verschieben, und wir müssen davon ausgehen, dass es keinen Impfstoff oder nicht genug davon geben wird, um ihn auf der ganzen Welt zu verteilen", sagte Coates. IOC-Präsident Thomas Bach unterstützt derweil die Haltung der lokalen Organisatoren, die Spiele von Tokio gänzlich abzusagen, falls der Termin im kommenden Jahr (24. Juli bis 9. August) nicht zu halten sei. Verschiedene Szenarien für die ZukunftBereits Ende April hatte Tokios OK-Chef Yoshiro Mori nach einem Gespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe erklärt, dass eine Austragung im Sommer 2021 die einzige Option und eine weitere Verschiebung nicht möglich sei, sofern das Coronavirus weiter eine Gefahr darstelle. Coates will indessen, falls das Virus bis Oktober unter Kontrolle gebracht ist, "verschiedene Szenarien, in denen der Sport stattfinden kann", vorbereiten. Die Problematik ist vielfältig. "Stellen wir das Olympische Dorf unter Quarantäne? Müssen alle Athleten in Quarantäne? Beschränken wir die Zuschauerzahl? Trennen wir die Sportler von der Mixed Zone, wo sich die Medien aufhalten?", fragte Coates. Gegen Olympische Geisterspiele komplett ohne Zuschauer hatte sich Bach zuvor im Interview mit der BBC ausgesprochen. "Der Olympische Geist beruht auch darauf, die Fans zu vereinen", hatte der IOC-Präsident gesagt.
  

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