Berlin (dpa) - Mit knapp 49 stand George Foreman zum letzten Mal im Ring. Ein Comeback sieben Jahre später scheiterte am Veto seiner Frau. Der unermüdliche Texaner wird am Donnerstag (10. Januar) 70 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Seine Niederlage gegen Muhammad Ali machte ihn sportlic

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An dem Mann, der sich anschickt, das nächste große Ding im Schwergewicht zu werden, soll auch Wladimir Klitschko schon verzweifelt sein.Vor drei Jahren war Oleksandr Usyk, bevor er Vierfach-Weltmeister im Cruisergewicht wurde, Sparringspartner seines ukrainischen Landsmanns.Klitschko bereitete sich damals auf seinen (dann verlorenen) Fight gegen Tyson Fury vor. In einem Showtraining stand Usyk mit dem damaligen Weltmeister im Ring - und wie der britische Kommentator Johnny Nelson später berichtete, schickte Klitschko Usyk nach einer Runde aus dem Ring. Er hätte ihn vor der versammelten Presse zu schlecht aussehen lassen."Er hat Wladimir im Ring herumkommandiert", erinnerte sich Augenzeuge Nelson - und bekam das Gefühl: Er ist etwas Besonderes, dieser Oleksandr Usyk.Joshua sieht Usyk als "perfekten Boxer"Usyk hat diese Vorahnung bestätigt: Im vergangenen Jahr vereinigte der Schwergewichts-Olympiasieger von 2012 als erster Gewinner der Muhammad Ali Trophy die Titelgürtel von vier Weltverbänden - und besiegte dabei bemerkenswerterweise alle drei Turniergegner (unter ihnen Marco Huck) in deren jeweiligen Heimatländern.Am Samstag verteidigte Usyk nun seine Trophäensammlung mit einem endrucksvollen K.o gegen den Briten Tony Bellew - sein 16. Sieg im 16. Profikampf, der zwölfte durch K.o. Es ist ein offenes Geheimnis, dass dieser Kampf für Usyk nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum nächsten großen Ziel war: der Eroberung des Schwergewichts-Throns."Er muss definitiv gegen Anthony Joshua kämpfen", befand Alexander Krassjuk nach dem Sieg über Bellew. Krassjuk ist Teil der von den Klitschkos gegründeten Firma K2 Promotions, die zusammen mit der britischen Firma Matchroom Usyks Interessen vertritt.Matchroom Boxing ist auch die Promotion von Schwergewichts-Champ Joshua, der Usyk bereits vor dem Sieg über Bellew als "perfekten Boxer" gewürdigt hat. Der ausgeknockte Bellew hielt nach der Niederlage ehrfurchtsvoll fest: "Er ist wohl der beste Cruisergewichtler aller Zeiten. Schwergewichte, haltet euch von ihm fern."ANZEIGE: Usyk - Bellew im Re-Live bei DAZN - jetzt kostenlosen Testmonat sichern!Eine explosive MischungEin bisschen Übertreibung ist bei diesen Lobeshymnen dabei, Usyk hatte in vielen seiner größeren Kämpfe Schwächephasen, auch gegen Bellew. Dennoch: Dass Usyk sich zur veritablen Bedrohung für Joshua, Deontay Wilder und Co. entwickeln kann, ist nicht zu übersehen.Der 1,90 Meter große Rechtsausleger - Spitzname: "The Cat" - bietet eine explosive Mischung aus technischer Finesse, Schlagtempo, außerordentlicher Beweglichkeit und Kondition. Experten ordnen ihn als eine Art großen Bruder seines Landsmanns Wassyl Lomatschenko ein - der Leichtgewichts-Weltmeister gilt als derzeit bester Boxer der Welt.Usyks Allround-Talent könnte den Größen- und Reichweitenvorteil der jeweils rund zehn Zentimeter größeren Joshua und Wilder durchaus ausgleichen.Ein politischer Mensch - wie die KlitschkosUsyk hat übrigens nicht nur die Nationalität und das sportliche Talent mit den Klitschkos gemeinsam: Wie die beiden Superstars ist er Akademiker, hat einen Uni-Abschluss an der Sporthochschule Lwiw.Auch als politisch denkender Mensch hat er sich zu erkennen gegeben: Usyk ist auf der Krim geboren, die 2014 im russisch-ukrainischen Konflikt von Russland annektiert wurde. Usyk bekannte sich damals zu seiner ukrainischen Heimat und erklärte, dass er niemals die russische Staatsbürgerschaft akzeptieren würde. Er zog mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern nach Kiew - die ukrainische Hauptstadt, in der Vitali Klitschko jetzt Bürgermeister ist.Zuletzt hat Usyk sich mit politischen Statements allerdings zurückgehalten: Es scheint so, als ob er inzwischen alle Energien bündelt, sich das sportliche Erbe der Klitschkos zu erarbeiten.

Ein K.o.-Sieg, ein sofortiger Rücktritt des Gegners und eine ernst zu nehmende Warnung an Anthony Joshua und Co.: Der ins Schwergewicht strebende Vierfach-Weltmeister Oleksandr Usyk hat in Manchester ein mächtiges Ausrufezeichen gesetzt.Der Ukrainer, Champion der Verbände IBF, WBO, WBA, WBC und erster Gewinner der Muhammad Ali Trophy, verteidigte seine Trophäensammlung gegen den Engländer Tony Bellew. Der 31 Jahre alte Usyk schickte Bellew in der achten Runde mit einem brutalen linken Haken auf die Bretter.Bellew konnte dem ungeschlagenen Champ in den ersten Runden mit einigen Konterschlägen zusetzen und den Fight überraschend lange offen halten - laut ESPN sahen ihn zwei Punktrichter gar in Führung -, letztlich aber konnte Usyk das Blatt eindrucksvoll wenden.ANZEIGE: Usyk - Bellew im Re-Live bei DAZN - jetzt kostenlosen Testmonat sichern!Bellew warnt Joshua und Co. vor UsykDer 35 Jahre alte Bellew kündigte nach seiner dritten Niederlage im 34. Profi-Kampf umgehend seinen Rücktritt an und zeigte sich sicher, dass Usyk auch bei den Schwergewichten für Furore sorgen wird."Er ist so hart und so gefährlich", sagte Bellew der BBC: "Er ist riesig und überpowert dich. Ich habe mein Bestes versucht, aber er ist wohl der beste Cruisergewichtler aller Zeiten. Schwergewichte, haltet euch von ihm fern, er hat einen großartigen Punch, ich weiß nicht mal, ob ich ihm überhaupt wehtun konnte."Der 1,90 Meter große Usyk ist in 16 Profikämpfen ungeschlagen, 12 gewann er vorzeitig. Der Amateur-Olympiasieger von London 2012 bezwang im vergangenen Jahr unter anderem Marco Huck im Viertelfinale der World Boxing Super Series.Auch Schwergewichts-Champion Joshua weiß um Usyks Qualitäten, nennt ihn einen "perfekten Boxer".

Der Kampf um die Muhammad Ali Trophy, das neue Saison-Highlight im Boxen, geht in die zweite Runde.Der Startschuss für die nächste Auflage der World Boxing Super Series (WBSS), einem auf drei Kontinenten ausgetragenen Riesen-Turnier, ist gefallen. SPORT1 zeigt die WBSS im LIVESTREAM und die Highlights im TV.Wer ist sonst dabei, wie läuft das Turnier und worum geht es? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.- WBSS, Muhammad Ali Trophy - was ist das?Das Turnier wurde von Promoter Kalle Sauerland ins Leben gerufen. Die Grundidee: Die stärksten Boxer verschiedener Gewichtsklassen, darunter auch Weltmeister verschiedener Verbände, im besten Fall alle, sollen sich miteinander messen und den Besten der Besten ermitteln.Im letzten Jahr feierte das Turnier unter anderem in Berlin seine Premiere. In diesem Jahr kämpfen acht Boxer im Cruisergewicht, acht im Superleichtgewicht, sowie acht Sportler im Bantamgewicht um die Trophy. Das Viertelfinale wird seit dem 7. Oktober in verschiedenen Städten ausgetragen - neben dem japanischen Yokohama auch im schottischen Glasgow, im russischen Jekaterinburg sowie in den US-Metropolen Chicago, Orlando und New Orleans.- Wer ist in diesem Jahr dabei?Insgesamt nehmen 24 Kämpfer teil, darunter fünf aktuelle Weltmeister. Außerdem die bis dato ungeschlagenen Jason Moloney, Emmanuel Rodriguez oder auch Regis Prograis. Ein besonderes Augenmerk gilt auch Zolani Tete, Weltrekordhalter für den schnellsten K.o.-Sieg in einem Weltmeisterschaftskampf der Boxgeschichte.- Wie lauten die Ergebnisse und Termine?BantamgewichtRunde 1:Naoya Inoue (Japan) besiegt Juan Carlos Payano (Dominikanische Republik) - 7. Oktober, YokohamaZolani Tete (Südafrika) besiegt Mikhail Aloyan (Russland) - 13. Oktober, JekaterinburgEmmanuel Rodriguez (Puerto Rico) besiegt Jason Moloney (Australien) - 20. Oktober, OrlandoNonito Donaire (Philippinen) besiegt Ryan Burnett (Nordirland) - 3. November, GlasgowSuperleichtgewichtRunde 1:Kiryl Relikh (Weißrussland) besiegt Eduard Troyanovsky (Russland) - 7. Oktober, YokohamaRegis Prograis (USA) besiegt Terry Flanagan (England) - 27. Oktober, New OrleansIvan Baranchyk (Weißrussland) besiegt Anthony Yigit (Schweden) - 27. Oktober, New OrleansJosh Taylor (Schottland) besiegt Ryan Martin (USA) - 3. November, GlasgowCruisergewichtRunde 1:Andrew Tabiti (USA) besiegt Ruslan Fayfer (Russland) - 13. Oktober, JekaterinburgYunier Dorticos (Kuba) besiegt Mateusz Masternak (Polen) - 20. Oktober, OrlandoMairis Briedis (Lettland) besiegt Noel Mikaelian (Deutschland) - 10./11. November, Chicago Krzystzof Glowacki (Polen) besiegt Maksim Vlasov (Russland) - 10./11. November, Chicago- Wie ist der Modus?Das Turnier wird in allen drei Gewichtsklassen in klassischen K.o.-Runden ausgetragen. Der Sieger des Kampfes ist weiter, der Verlierer scheidet aus. Los ging es Anfang Oktober mit den Viertelfinals, dort treffen in den jeweiligen Klassen vier gesetzte auf jeweils vier ungesetzte Boxer. Die Besonderheit: Die gesetzten Boxer, unter denen die Weltmeister zu finden sind, konnten sich den Gegner für das Viertelfinale selbst aussuchen.Wie bei den Profis üblich sind die einzelnen Kämpfe auf zwölf Runden mit einer Dauer von jeweils drei Minuten angesetzt. Gewertet werden die Fights von drei Punktrichtern, die nach dem 10:9-System Punkte vergeben.- Wie viel Preisgeld wird ausgeschüttet?Die WBSS ist mit 50 Millionen Euro dotiert. Jeder Boxer erhält eine Antrittsgage, hinzu kommen Erfolgsprämien, wenn man eine Runde weiterkommt. Der Sieger soll zwischen fünf und sechs Millionen Euro erhalten.- Wie ist die WBSS im TV, Livestream zu verfolgen?SPORT1 zeigt die WBSS im LIVESTREAM und die Highlights im TV.

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