Sportnachrichten

International

01.11.2019 - 18:11 Uhr
sport1.de
Baumfällen - kein Problem, dafür braucht es nur eine gute Säge und viel Kraft.Mit diesem Vorurteil müssen sich Sportholzfäller immer wieder herumschlagen. Dabei ist Timbersports weit mehr als pure Kraftanstrengung. Vielmehr werden höchste Anforderungen an Mensch und Material gestellt.Doch bei allem technischen Fortschritt, am Ende ist auch die beste Säge nur so gut wie der Mensch, der sie bedient. Daher kommt es auf die richtige Technik an. Das beweisen Athleten weltweit seit Jahrzehnten in der STIHL TIMBERSPORT Series.Ohne Technik kein Erfolg"Viele Leute glauben, du musst ein großer Kerl sein, um beim Timbersports zu gewinnen", will Profi-Holzfäller Mike Slingerland mit diesem Vorurteil im STIHL-Interview aufräumen. "Aber wenn man keine gute Technik hat, gewinnt man gar nichts."STIHL TIMBERSPORTS World Championship am Freitag und Samstag ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV  und schon ab 19 Uhr im LivestreamEin gutes Beispiel für die Notwendigkeit für Technik ist die Bucksaw beim Single Buck. Mit einer etwa 2-Meter-Handsäge wird eine Holzscheibe von einem horizontal befestigten Block abgesägt (Durchmesser 46 cm).Natürlich ist Kraft ein wichtiger Faktor in dieser Disziplin. Aber genau so entscheidend ist die effiziente Handhabung der Säge und der optimale Stand.Der richtige StandAls erstes muss man den perfekten Abstand zum Baumstamm finden. Steht der Athlet zu nah am Stamm, kann er die Säge nicht komplett nach hinten durchziehen. Ist der Abstand zum Stamm jedoch zu groß, wird die Säge nicht in der vollen Länge durch den Stamm gedrückt.Der Weltrekod beim Single Buck liegt aktuell bei unter 9,4 Sekunden (Jason Wynyard/2007). Um diese Zeit zu schaffen, muss man die komplette Länge der Säge ausnutzen, damit jeder Zahn zur Geltung kommt.Der ganze Körper führt die SägeEin weiterer Fehler liegt oft im falschen Einsatz des Körpers. Im Sportholzfällen sind nicht nur der Oberkörper oder die Arme im Einsatz. Der ganze Körper dient als Motor und Kontrollinstanz des Werkzeugs.So wippt beim Single Buck der Oberkörper so weit wie möglich mit, um den Bewegungsspielraum der Säge zusätzlich zu vergrößern.Jetzt aktuelle Sportbekleidung bestellen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE Dazu ermöglicht die rhythmische Bewegung eine größere Kontrolle der großen Säge. "Es geht um Genauigkeit, es geht um Ruhe", beschreibt ESPNOutdoors-Analyst Dave Jewett den Vorgang bei STIHL. "Um einen Stamm in zwei Hälften zu teilen, muss man ihn nicht so hart wie möglich treffen. Wenn man die richtige Technik hat, erzeugt man genug Power, um das Gerät zum Laufen zu bringen."Atmung entscheidet über Sieg oder NiederlageDer dritte und oftmals entscheidende Fehler ist die falsche Atmung beim Sägen. Amateure neigen dazu, bei großer Anstrengung die Atmung einzustellen. Dies ist aber die völlig falsche Herangehensweise.Wie bei jedem Sport bedeute Aktivität Anstrengung. Anstrengung bedeutet aber auch gleichzeitig einen erhöhten Sauerstoffverbrauch im Körper. Stellt der Athlet das Atmen ein, wird der Körper nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.In einem Sport, wo es um Hundertstel und Tausendstel geht, kann dies den Ausschlag geben.Timbersports - mehr als nur KraftsportObwohl die weltbesten Timbersportler natürlich durchtrainierte Athleten sind, ist Kraft nur ein Teil des Erfolgs. Das Geheimnis, das die guten von den besten Holzfällern unterscheidet, ist das Wissen um die richtige Technik. Erst wenn die Kraft und das Material optimal eingesetzt werden, können diese spektakulären Bestleistungen erzielt werden.Oder wie es Slingerland ausgedrückt hat: "Wenn man in den Wald rausgeht, um sechs Stunden lang Holz zu fällen, dann willst du keine Energie verschwenden." (Alle Informationen zur STIHL Timbersports Weltmeisterschaft 2019)So einfach und gleichzeitig kompliziert ist das Geheimnis hinter dem perfekten Holzfäller.
  

Like

Kommentieren

Mehr Nachrichten zu
International

15.06.2020 - 16:28 Uhr
sport1.de

Der Undertaker und WWE-Boss Vince McMahon: Das ist mehr als nur eine Geschäftsbeziehung.Dass die beiden im Lauf der Jahrzehnte eine enge Männerfreundschaft entwickelt haben, ist sehr deutlich geworden in der zweiten Folge der aktuell laufenden Taker-Doku - als McMahon mit den Tränen rang und die Interview-Aufnahmen abbrach, als er gebeten wurde, seine Beziehung zu seinem langjährigen Topstar zu beschreiben.In der nun auf dem WWE Network ausgestrahlten vierten Folge von "Undertaker: The Last Ride" offenbart der Taker aber nun, dass die Freundschaft erst vor kurzem einer großen Belastungsprobe ausgesetzt war.Ein Konflikt über ein Fremd-Engagement des Takers in zeitlicher und räumlicher Nähe zur Konkurrenzliga AEW (All Elite Wrestling) führte 2019 zu einem Zerwürfnis der beiden - das erst nach längerer Funkstille gekittet wurde.Undertaker schien mit AEW zu flirtenAuslöser der Irritationen waren die Unternehmungen des Takers Anfang des Jahres 2019, als es nach dem völlig missratenen Legendenmatch mit Kane, Shawn Michaels und Triple H in Saudi-Arabien zwischenzeitlich so schien, als ob die Karriere der Legende bei WWE vorbei gewesen wäre - und er sich für andere Geschäftspartner offen zeigte.Mark Calaway, wie er bürgerlich heißt, vereinbarte damals diverse Autogrammstunden, Meet and Greets, Podcast-Auftritte und ähnliche Termine - unter anderem bei der Fan-Convention "Starrcast" in Las Vegas.DAZN gratis testen und WWE RAW und SmackDown live & auf Abruf erleben | ANZEIGEDas Pikante daran: Die Veranstaltung stieg am selben Ort und am selben Tag wie Double or Nothing, die Debütshow von All Elite Wrestling. Obwohl die beiden Veranstaltungen nur inoffiziell verbunden waren, war der geplante Auftritt Werbung für AEW - und schürte auch Spekulationen, dass der Taker für den Konkurrenten auftreten könnte.Der Taker bestätigt nun erstmals, was schon damals berichtet wurde: McMahon war "not amused". Wobei der Taker die Angelegenheit als großes Missverständnis darstellt.Zerwürfnis mit Vince McMahon"Ich begann damals mit einer Social-Media-Firma zu arbeiten, die meinen Namen vermarktet hat, Kooperationen und andere Dinge eingefädelt", berichtet der 55-Jährige. Als er für Starrcast zugesagt hätte, "wurde mir nicht gesagt, dass die andere Liga eine Parallelveranstaltung hatte". Er sei "nicht auf dem Laufenden" gewesen.McMahon hätte ihn angerufen, gefragt, was los sei und ihn damit konfrontiert, dass zahlreiche Fans den Termin als Flirt mit AEW verstehen würden. Der Taker hätte dann versichert, dass das Unsinn sei: "Ich gehe nirgendwo hin. Ich war hier immer und wechsle nicht die Seiten, warum sollte ich?" Die besondere Beziehung zwischen dem Taker und McMahon beruht nicht zuletzt darauf, dass der "Dead Man" in den Neunzigern nicht wie viele andere zum damaligen Hauptkonkurrenten World Championship Wrestling (WCW) ging.Geglaubt hat McMahon ihm das Treuebekenntnis trotzdem offensichtlich erstmal nicht: "Vince und ich hatten ein kleines Zerwürfnis. Ich habe seinen Standpunkt verstanden, aber ich hatte meinen eigenen. Wir haben für eine Weile nicht miteinander gesprochen."Schließlich sei es zur Wiederannäherung gekommen: "Wir haben es geregelt und seitdem ist wieder Sonnenschein und Regenbogen", erklärt der Taker. Berichten zufolge soll er nach der Versöhnung einen 15-Jahres-Vertrag bei WWE unterschrieben haben.Debakel gegen Bill GoldbergDie vierte Doku-Folge begleitet den Taker von diesem Punkt an durch sein WWE-Jahr 2019: Zunächst folgt sie ihm hinter die Kulissen von WrestleMania 35, der ersten nach 19 Jahren, bei der er nicht selbst im Ring stand - und zeigt, wie im Lauf des Wochenendes einmal mehr der Gedanke in ihm reifte, dass er mit dem Wrestling noch nicht abgeschlossen hatte.Enthüllt wird nebenbei auch, wie spontan sein Auftritt am Tag darauf bei Monday Night RAW war: Der Taker wurde vor Ort von McMahon angesprochen und musste zwischenzeitlich nochmal zurück ins heimische Austin fliegen - er hatte seine Ringkleidung dort gelassen.Es folgt das berühmt-berüchtigte nächste Legendenduell mit Bill Goldberg in Saudi-Arabien, das erneut dramatisch schief ging: Nachdem Goldberg sich zu Beginn des Matches eine Gehirnerschütterung zuzog, wurde der Rest des Matches für beide lebensgefährlich. Der Taker entging bei einem missglückten Jackhammer Goldbergs nur knapp einer so üblen Landung auf den Nacken, dass sie ihn hätte lähmen können oder Schlimmeres.Von heftigen Rückenschmerzen nach dem Kampf berichtete der Taker gleichwohl.Wiedergutmachung mit Roman ReignsBesser lief das darauffolgende Tag Team Match mit Roman Reigns (dem Mann, gegen den dem Taker bei WrestleMania 33 seine geplante Abschiedsvorstellung missglückte) gegen den alten Rivalen Shane McMahon und Drew McIntyre bei Extreme Rules - nach welchem der Taker erneut hin- und hergerissen ist, wie es weitergehen soll.Zunächst ist zu sehen, wie er McMahon an Ort und Stelle mitteilt, dass er nun aufhören will ("Mein Körper schafft es nicht mehr"), nur wenig später kommt ihm im Zwiegespräch mit der Kamera doch wieder der gegenteilige Gedanke ("Es lief ein bisschen zu gut").Tatsächlich sollte noch ein weiteres Match gegen AJ Styles bei WrestleMania 36 folgen - das im Mittelpunkt der fünften und letzten Last-Ride-Folge kommende Woche stehen wird. Ob es auch tatsächlich das letzte Taker-Match war? Noch immer unklar.

Interessante Nachrichten

your_interactive_betslip

loading...