Sportnachrichten

Indian Wells, USA, Qualifying

Mehr Nachrichten zu
Indian Wells, USA, Qualifying

12.07.2020 - 04:54 Uhr
atptour.com

Goran Ivanisevic needed a wild card just to get into the main draw of 2001 Wimbledon. Fifteen days after the start of play, the three-time finalist (1992, 1994, 1996) completed the most improbable run to the title in tournament history.Ivanisevic, No. 125 in the FedEx ATP Rankings, had his final with Patrick Rafter pushed to Monday because of rain. It became known as the “People’s Monday” as it was played in front of 10,000 fans who queued up for unreserved tickets the night before on a first-come, first-served basis. They brought a boisterous level of energy and enthusiasm that included waving handmade signs, singing during changeovers and chanting both player’s names.In typically demonstrative form, Ivanisevic sat on court, looked up to the sky, screamed and fought back tears — and this was before he won the match. On his fourth championship point, the 29-year-old collapsed to the ground and sobbed after clinching his first Grand Slam title with a 6-3, 3-6, 6-3, 2-6, 9-7 win.“This is so great, to touch the trophy. I don’t even care if I ever win a match in my life again. If I don't want to play, I don't play again. This is it. This is the end of the world,” Ivanisevic said. “This is what I was waiting for all my life. I was always second. The people respect me, but second place is not good enough.“Finally, I am a champion of Wimbledon. I won. This is everything for me. My dreams came true. Whatever I do in my life, wherever I go, I’m always going to be a Wimbledon champion.”It appeared that Ivanisevic wouldn’t get another chance to triumph at the All England Club. A right shoulder injury had prompted a ranking spiral and low moments for the former World No. 2 in the FedEx ATP Rankings, including losing in the first round of qualifying that year at the Australian Open. But while his Wimbledon run initially started as an outer court spectacle, it quickly gained Centre Court momentum. He beat Marat Safin in the quarter-finals and Tim Henman in the semi-finals after coming within two points of defeat against the Brit.Meanwhile, Rafter sought his own moment of vindication. The Aussie admitted that his loss in the previous year’s final to Pete Sampras had been eating away at him for 12 months. Rafter also came within two points of losing his semi-final against Andre Agassi before clawing back to prevail 8-6 in the fifth set.After Rafter and Ivanisevic delivered four sets of high-quality tennis, the tension was palpable for both the players and crowd as the match moved deep into the decider. Ivanisevic went down 6-7, 15/30, but found big serves when he needed them to hold. The tension was too much for Rafter in the next game and he spun in a soft second serve on break point that the Croatian smacked for a winner.Ivanisevic reached match point at 8-7, but missed a second serve by three feet. His second championship point also sparked a wild double fault and collective groan from the crowd. A third attempt came and went after Rafter produced a perfect lob winner, prompting a wry smile from the Croatian. But on his fourth try, Ivanisevic found a big serve and Rafter hit a return into the middle of the net.“I don’t know if Wimbledon has seen anything like that. I don’t know if they will again… It was just electric,” Rafter said. “He had a lot of support. The Aussies that were there were great. It's what we play for. This is what it's all about. It was so much fun.”Rafter only played a handful of tournaments after his heartbreaking loss before retiring at the end of 2001. Meanwhile, Ivanisevic’s shoulder struggles ensured that Wimbledon would remain his final tour-level title. He fittingly retired at the event in 2004, but made it clear that his 2001 triumph erased any chance of regret.“It’s an unsolved mystery how I won,” Ivanisevic said to CNN. “It was written somewhere that it was my time. Why do it easy if you can do it the hard way?”

12.07.2020 - 00:15 Uhr
sport1.de

Als Michael Changs finaler Psychotrick aufgegangen war, ging er in die Knie. Der junge Tennisspieler fasste sich an den Kopf. Chang konnte kaum glauben, welche Sensation ihm bei den French Open soeben gelungen war.Auf der anderen Seite des Netzes stand ein konsternierter Ivan Lendl. Er hatte das vom Guardian als "David gegen Goliath auf Sand" beschriebene Duell verloren. Sein Kontrahent hatte keine Steinschleuder eingesetzt, dafür Mondbälle, einen Trickaufschlag und eine ungewöhnliche Aufstellung beim Return. "Es war das verrückteste Match, das jemals in Paris, wenn nicht in der ganzen Tennisgeschichte gespielt wurde", sagte Tennislegende John McEnroe später über dieses Achtelfinale.Eigentlich waren die Vorzeichen an diesem 5. Juni 1989 klar. Zwei Spieler, die unterschiedlicher nicht sein konnten, betraten vor 30 Jahren den Center Court. Auf der einen Seite: Ivan Lendl aus Ostrau in der Tschechoslowakei. Dieser stoische Mann ohne Lächeln. Der mit den großen Schweißbändern. Und den Sägespänen in der Tasche.Ihm gegenüber stand ein noch unbekannter Mann. Oder vielmehr: Ein unbekannter Bursche. Michael Chang war bei dem Spiel gerade mal 17 Jahre und drei Monate jung.Klarer Erfolg über Pete SamprasSeine Eltern Betty und Joe waren aus Taiwan in die USA emigriert. Der Sohn - geboren am 22. Februar 1972 in Hoboken, New Jersey - verließ im Alter von 16 Jahren die High School, um Profi zu werden. Das Duell mit dem großen Lendl bei den French Open hatte er sich mit guten Leistungen in Paris verdient. So gewann Chang die Zweitrunden-Partie mit 6:1, 6:1, 6:1 - gegen einen gewissen Pete Sampras.Doch Lendl schien für ihn eine Nummer zu groß zu sein. Der damals 29-Jährige war ja auch Weltranglisten-Erster und hatte schon dreimal das Grand-Slam-Turnier in Paris gewonnen. Die ersten beiden Sätze gewann Lendl. Es schien eine schnelle Vorstellung zu werden.Doch Chang kämpfte sich zurück. Satz drei ging an den Außenseiter. Nun packte dieser listige Teenager vermehrt seine Mondbälle aus. Chang verpasste der gelben Filzkugel eine unglaubliche Flugkurve. Damit brachte er Lendl aus dem Konzept. Der Favorit produzierte leichte Fehler und fluchte. "Dieser Platz ist absurd", brüllte Lendl, nachdem er wieder einen Ball verschlagen hatte.Chang machte seinen Gegner durch die unorthodoxen Schläge lächerlich und brachte sich gleichzeitig zurück ins Spiel. Dennoch überwog bei den Zuschauern die Skepsis, dass es mit der Sensation klappen könnte.Bananen und literweise WasserDenn Chang schien körperlich am Ende zu sein. "Ihm wackeln die Knie", erklärte ARD-Kommentator Heribert Faßbender. Chang plagten Krämpfe. Der US-Amerikaner verschlang während der Spielpausen eine Banane nach der anderen, schütterte literweise Wasser in seinen ausgelaugten Körper. Es half: Chang holte dank seiner Willensstärke auch Satz vier.Die große Zaubershow hatte er sich für den finalen Durchgang aufgespart. Chang führte mit 4:3 und hatte Aufschlag. Er tippte den Ball auf, schaute nach oben und dann packte er einen unglaublichen Trick aus: Chang schlug von unten auf.Der verdutzte Lendl konnte den Return nur lasch zurück ins Feld spielen. Chang drosch nun den Ball mit der Vorhand auf den Körper seines Kontrahenten. Lendl blieb keine Chance, um zu reagieren. Die Zuschauer johlten ob dieser genialen Finte. "Ich hatte mehr Mühe, den Aufschlag zu halten, als Ivan zu breaken. Ich musste mir etwas einfallen lassen", sagte Chang später in der Neuen Zürcher Zeitung über diesen legendären Ballwechsel.Beim Aufschlag an die T-LinieChang hatte schließlich Gefallen an den Psychospielchen gefunden. Er erkämpfte sich bei Lendls Aufschlag einen Matchball. Chang schlich sich nach vorne, stand auf einmal an der T-Linie. Lendl schaute entgeistert zum Schiedsrichter, versprach sich Hilfe vom Unparteiischen. Doch Chang hatte nicht gegen Regeln verstoßen. Er wollte seinen Gegner lediglich aus dem Konzept bringen. Das gelang.Lendl produzierte einen Doppelfehler und beendete so ein episches Match. 4 Stunden und 43 Minuten hatte dieses Achtelfinale gedauert. Als das 4:6, 4:6, 6:3, 6:3, 6:3 aus Changs Sicht feststand, gab es auch Jubel in Roland Garros. Die Zuschauer gönnten diesem raffinierten Jungprofi den Sieg.Dass Chang nach diesem Kraftakt noch weitere Siege in Roland Garros holen würde, durfte bezweifelt werden. Er wirkte fix und fertig. Doch Chang rappelte sich auf, schlug Ronald Agenor aus Haiti im Viertelfinale und Andrej Tschesnokow aus der Sowjetunion im Halbfinale.Finalerfolg über Stefan EdbergIm Endspiel wartete der Schwede Stefan Edberg. Wieder sahen die Zuschauer einen Krimi, den Chang in fünf Sätzen mit 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2 gewann. Er holte als jüngster Spieler der Tennis-Geschichte einen Grand-Slam-Titel - den Rekord hält der US-Amerikaner bis heute.Chang konnte danach kein weiteres der großen vier Turniere gewinnen. Dreimal schaffte er es noch in ein Endspiel. Doch Thomas Muster war 1995 in Paris zu stark. 1996 verlor Chang das Finale der Australian Open gegen Boris Becker und das der US Open gegen Pete Sampras.Auf der ATP-Tour gewann der Rechtshänder - der zwei Kinder mit seiner Frau und Ex-Kollegin Amber Liu hat - in seiner Karriere zwar insgesamt 34 Turniere, schaffte es bis auf Platz 2 der Weltrangliste, war 1990 Teil des siegreichen Davis-Cup-Teams mit Andre Agassi. Doch der Erfolg bei den French Open stand über allen."Diese zwei Wochen in Paris waren ein großer Spaß, die beste Zeit meines Lebens", sagt Chang.

Interessante Nachrichten

your_interactive_betslip

loading...